1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Münster: Streik an der Uniklinik für Mittwoch angekündigt

  6. >

Lohnverhandlungen ergebnislos

"Fehlende Wertschätzung": Streik an der Uniklinik Münster angekündigt

Münster

Die Beschäftigten der Uniklinik Münster wollen in den Streik gehen. Doch sie sind nicht die einzigen, die mit der Maßnahme bessere Arbeitsbedingungen und Löhne fordern.

Von Sohrab Dabir

Die Beschäftigten der Uniklinik Münster gehen am Mittwoch in den Streik. (Symbolbild) Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild

Die Gewerkschaft Ver.di hat einen Streik an mehreren Unikliniken in NRW angekündigt. Grund ist die noch immer ergebnislose Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder, wie es in einer Ankündigung am Montag (7. November) hieß.

Am Mittwoch (10. November) soll unter anderem an der Uniklinik Münster die Arbeit niedergelegt werden. Zudem sind weitere Streiks in Essen, Düsseldorf, Köln und Bonn geplant. Während der Streiks seien mit den Unikliniken Notdienstvereinbarungen getroffen worden, teilt Ver.di mit. 

Streik an Uniklinik Münster: Gewerkschaft bemängelt mangelnde Wertschätzung

"Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber macht die Beschäftigten zu Recht wütend. Uns kein Angebot vorzulegen und zeitgleich alle unsere Forderungen mit einem bloßen 'Nein' vom Tisch zu wischen, zeugt von fehlender Wertschätzung", zeigt sich Ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt enttäuscht vom Verhandlungspartner. Das Personal im Gesundheitswesen würde nicht erst seit der Corona-Pandemie "jeden Tag Unglaubliches" leisten, betonte sie.

Wie solch ein Alltag aussehen kann, war vor wenigen Monaten in einer TV-Doku der Moderatoren Joko und Klaas zu sehen, auf die auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn reagiert hatte. Darin wurde die siebenstündige Schicht einer Pflegerin der Uniklinik Münster dokumentiert. Zudem machten während des Beitrags andere Beschäftigte auf die Missstände in ihrer Branche aufmerksam. 

Streik am Mittwoch könnte zu langen Wartezeiten in der Uniklinik Münster führen

Die Gewerkschaften fordern für ihre Beschäftigten im öffentlichen Dienst eine Lohnerhöhung von fünf Prozent, mindestens aber um 150 Euro im Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen tabellenwirksam monatlich 300 Euro mehr erhalten, die Ausbildungsvergütungen laut Ver.di um 100 Euro angehoben werden.

"Die Beschäftigten in den Unikliniken erbringen mit ihrer Arbeit täglich einen wichtigen Beitrag für eine leistungsfähige und funktionierende Krankenpflege und erwarten dafür eine faire Bezahlung“, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Maja Wieland. Ver.di rechnet mit knapp 1500 Streik-Teilnehmern in den fünf NRW-Städten. Patienten, die für den Tag einen Termin in Münster haben, müssen vermutlich mit längeren Wartezeiten rechnen.

Startseite
ANZEIGE