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Festnahme

Mann belästigt Mädchen im Zug sexuell – Zeugen greifen ein

Hamm/Münster

Während einer Zugfahrt wurde eine 14-Jährige von einem Unbekannten sexuell belästigt. Zeugen verhinderten vermutlich Schlimmeres.

Von Sohrab Dabir

Die Bundespolizei nahm einen 37-Jährigen am Hauptbahnhof in Münster fest. (Symbolbild) Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild

In einem IC von Frankfurt nach Norddeich am Freitagnachmittag (29. Juli) wurde ein Mädchen von einem Mann sexuell belästigt. Nach dem Halt in Hamm setzte sich der Unbekannte neben die 14-Jährige und sprach sie in einer Sprache an, die die Jugendliche nicht verstand. Sie forderte den 37-Jährigen zum Gehen auf, was dieser jedoch ignorierte.

Daraufhin legte der Verdächtige seine Hand auf das Knie des Mädchens und berührte sie anschließend im Schritt. Die 14-Jährige schrie laut auf und versuchte, den Mann wegzudrücken. Andere Passagiere im IC wurden auf die Schreie aufmerksam, kamen der Jugendlichen zur Hilfe und zogen denn Mann von ihr weg.  

Sexuelle Belästigung im Zug: Festnahme in Münster

Das Zugpersonal verständigte daraufhin die Bundespolizei, die den Mann nach der Ankunft des Zuges in Münster festnahm. Der mit 2,82 Promille stark alkoholisierte Verdächtige wurde zur Wache gebracht und dort behalten, da die Beamten eine Wiederholungsgefahr nicht ausschließen konnten. Zudem wurde ihm eine Speichelprobe entnommen. Den 37-Jährigen, der bis dahin polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten war, erwartet nun eine Strafanzeige wegen sexueller Belästigung.

Da er den Zug in Richtung Münster außerdem ohne Fahrkarte bestiegen hatte, wird noch wegen Leistungserschleichung gegen ihn ermittelt. Die 14-Jährige setzte nach Absprache mit ihren Eltern ihre Fahrt mit dem IC fort und wurde am Zielort abgeholt. Derweil rät die Bundespolizei Opfern, sich in Fällen wie diesen nicht in die Opferrolle zu begeben, sondern die Täter aus der Anonymität zu holen. "Machen Sie laut auf Ihre Lage aufmerksam und sprechen Sie gezielt Menschen an, die Ihnen helfen oder zumindest die Polizei rufen können", so der Rat der Beamten.

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