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Ermittlungsverfahren

Fahrgast im Zug rassistisch beleidigt – Polizei ermittelt gegen Deutschen

Münster

In einem Regionalexpress kam es auf der Strecke zwischen Düsseldorf und Osnabrück zu einem rassistischen Vorfall. Die Bundespolizei ist eingeschaltet.

Von Sohrab Dabir

Ein 49-Jähriger wurde in einem RE rassistisch beleidigt. (Symbolbild) Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Bundespolizei Münster wurde am Samstagmorgen (29. Januar) über einen rassistischen Vorfall informiert, der sich im Regionalexpress 2 von Düsseldorf nach Osnabrück zugetragen hatte. Erste Ermittlungen nach der Ankunft am Hauptbahnhof in Münster ergaben, dass ein 50-Jähriger aus Gladbeck in dem Zug Fotos von einem anderen Mann (49) gemacht haben soll.

Als der Essener dies mitbekam, soll er sein Gegenüber dazu aufgefordert haben, die Bilder zu löschen. Es entwickelte sich ein Streit zwischen beiden Männern, in dessen Verlauf der Gladbecker den in Liberia geborenen Deutschen aufgrund von dessen Hautfarbe rassistisch beleidigt habe, so die Bundespolizei Münster.

Münster: Anzeige wegen Volksverhetzung gegen 49-Jährigen

Zudem soll der Verdächtige den 49-Jährigen mit dem Tode bedroht haben. Drei Zeuginnen, die sich ebenfalls im Zug befunden hatten, konnten den Bundespolizisten Hinweise zum Vorfall liefern – anschließend leiteten die Beamten aus Münster ein Ermittlungsverfahren gegen den Gladbecker wegen des Verdachts der Volksverhetzung, Beleidigung und Bedrohung ein. Der Beschuldigte wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern, gab jedoch an, die Fotos von seinem Handy gelöscht zu haben, nachdem er dazu aufgefordert worden war.

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