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Pandemie

Corona-Hotspot: Lage in Coerde stabilisiert sich

Nach einem größeren Ausbruch im Stadtteil Coerde scheint die Lage dort sich wieder zu stabilisieren. Entwarnung gibt es jedoch noch nicht.

Von Stefanie Masuch

Update: 17. März. Die Lage im Ortsteil Coerde ist langsam wieder unter Kontrolle, wie die Stadt Münster mitteilt. Seit Ende Februar wurden dort 116 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen sind 50 jedoch bereits wieder genesen. Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer sagt dazu: „Trotz der immer noch hohen Infektionszahl läuft die Lage in Coerde inzwischen in Richtung Stabilisierung.“

Darüber hinaus soll es künftig die Möglichkeit geben, solche großen Ausbrüche wie in Coerde zu vermeiden. Dies ist durch regelmäßiges Testen und entsprechende Isolation möglich. Jeder Bürger kann nach einem Beschluss der Bundesregierung einmal wöchentlich in Münster einen kostenlosen Schnelltest auf Corona machen.

Auswirkungen auf die Domstadt hat auch der Impfstopp mit Astrazeneca: 300 Termine mussten in Münster abgesagt werden. Spätestens am Freitag soll eine Entscheidung fallen, ob das Präparat in Deutschland wieder eingesetzt werden darf. Heuer dazu: „Es ist wichtig, dass die Fakten zeitnah geklärt und von den zuständigen Stellen auf Bundes- und auf Landesebene transparent kommuniziert werden. Wir vor Ort sind handlungsfähig, auch sehr kurzfristig.“

StadtMünster
Bevölkerung313.000
BundeslandNRW

Neuer Corona-Hotspot in Münster: 100 Menschen in Quarantäne

Erstmeldung: 4. März. Münster – Im Ortsteil Coerde gibt es einen Corona-Hotspot, wie die Stadt berichtet. Am Donnerstag (4. März) sind dort 32 Menschen infiziert, die zuerst im Umfeld von zwei Großfamilien aufgetreten sind. Das Gesundheitsamt meldet, dass von den Infizierten bereits vier Personen aus der Isolation entlassen werden konnten.

Corona-Ausbruch in Coerde: 100 Menschen in Münster in Quarantäne

Bis zum Mittag wurden 100 Menschen ausfindig gemacht, die mit den Infizierten Kontakt hatten. Für sie wurde umgehend eine Quarantäne angeordnet, um das Infektionsgeschehen in Münster-Coerde nach Möglichkeit einzudämmen. Acht der mit dem Coronavirus infizierten Menschen sind Kinder und Mitarbeiter der Past-Johannes-Schule in Kinderhaus.

Auch Kontaktpersonen von der Melachthonschule sowie aus einer heilpädagogischen Tagesgruppe in Münster-Coerde wurden isoliert. Die meisten Infektionen wurden durch die britische Mutation des Coronavirus hervorgerufen. Dieses ist deutlich ansteckender als der Urtyp.

Neuer Corona-Hotspot in Münster: Müssen Spielplätze in Coerde geschlossen werden?

In Coerde wird die Einhaltung der Corona-Regeln sowie die Einhaltung der Quarantäne nun stärker durch das Ordnungsamt Münster kontrolliert. Der Leiter des Krisenstabs, Wolfgang Heuer, appelliert an die Bevölkerung, sich an die Hygiene-Maßnahmen zu halten: „Ihre Beachtung ist extrem wichtig, um die Situation in Coerde wieder ins Lot zu bringen.“

Noch unklar ist, ob die Spielplätze und Schulhöfe in Coerde nach Schulschluss gesperrt werden müssen. Darüber hinaus steht die Stadt Münster nun in Kontakt mit den Trägern und aufsuchende Hilfeeinrichtungen. Diese sollen die Bewohner in dem Ortsteil stärker über die zwingende Notwendigkeit der Corona-Regeln aufklären. Dazu werden auch Infomaterialen in verschiedenen Sprachen eingesetzt.

Hat der Corona-Hotspot in Coerde Auswirkungen auf den Inzidenzwert in Münster?

Derweil liegt der Inzidenzwert in Münster am Donnerstag bei 34,3. Beim Corona-Gipfel am Vortag haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen, wie schrittweise Lockerungen eingeführt werden könnten. Dafür ist jedoch ein Inzidenzwert von unter 35 auschlaggebend. Ob sich der Ausbruch in Coerde auf die Zahlen für die Domstadt auswirkt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Markus Lewe, der Oberbürgermeister von Münster, hatte sich schon vor dem Gipfel für mehr Verantwortung in den Kommunen ausgesprochen. In einem Interview mit WDR2 berichtete er außerdem, dass die Stadt künftig die App „Luca“ für die digitale Kontaktverfolgung einsetzen wird. Das könnte bei solchen Fällen wie in Coerde dazu führen, dass Infektionsketten deutlich schneller unterbrochen würden.

Zuversicht trotz Corona-Ausbruch in Münster-Coerde

Wolfgang Heuer zeigt sich trotz der kritischen Lage in Münster-Coerde nicht beunruhigt: „Wir haben Erfahrung im Umgang mit solchen Lagen, deshalb bin ich zuversichtlich, dass die Situation unter Kontrolle gebracht werden kann. Voraussetzung dafür ist allerdings die Unterstützung unserer Arbeit durch die Bürgerinnen und Bürger.“

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