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Gegenveranstaltung in Münster

Newsticker: Demo gegen AfD – 8000 Demonstranten lautstark zu hören

Hunderte Gäste, tausende Demonstranten: Viele Münsteraner gehen auch in diesem Jahr wieder gegen den Neujahrsempfang der "Alternative für Deutschland" auf die Straße. Das Programm steht, die Vorbereitungen laufen.

Von Lisa Fraszewski

Stoppt den Rechtsruck: Mit diesen Plakaten demonstrieren die Münsteraner gegen die AfD. Foto: Sohrab Dabir/msl24.de

+++ Newsticker zur Anti-AfD-Demo aktualisieren +++

Update: 5. Februar 2020. Nach der Demo ist vor der Demo: Auch 2020 veranstaltet die AfD Münster erneut ihren Neujahrs-Empfang im Historischen Rathaus in Münster. Das Bündnis "Keinen Meter den Nazis" hat erneut einen Protest gegen die Partei und ihre Veranstaltung geplant.

Münster: Demo gegen AfD: 8000 Demonstranten gegen 300 AfD-Gäste

Update: 22. Februar, 19.36 Uhr. Münster – 300 Gäste, 8000 Demonstranten: Seit drei Stunden läuft der Protest gegen den Neujahrsempfang der AfD in der Domstadt. Hunderte Menschen hatten sich bei der Tanzdemo, den Kundgebungen, Konzerten und Reden versammelt.

Das haben auch die Gäste der AfD bemerkt: Bei ihrem Ankommen am Rathaus wurden sie von der Menge angeschrieben, teilweise mit wüsten Gesten bedacht. Die meisten huschten unbemerkt ins Gebäude, nur einige wenige blieben stehen, um Fotos von dem Schauspiel zu machen und die Demonstranten zu provozieren. Das allerdings versuchte die Polizei möglichst zu verhindern.

Münster: Demo gegen AfD – Vorbereitungen auf Protest

Update: 22. Februar, 16.15 Uhr. Münster – Die Innenstadt sollte nun von Fahrradfahrern gemieden werden. Der Platz vor dem Hauptbahnhof füllt sich, ebenso der Servatiiplatz: Um 16.30 Uhr beginnen zeitgleich der Protestzug und die Kundgebungen. Ab 17.30 Uhr treffen sie die Demonstranten dann auf dem Prinzipalmarkt. Das anstehende Programm im Überblick:

Wann?Was?Wo?Wer?
16.30 Uhr- Demonstrationszug"Raven gegen Rechtsruck"- Kundgebung"United against Rechtsruck"- Ökumenisches GebetHauptbahnhof Servatiiplatz St. LambertiKMdN   Kirche
17.30 Uhr- Versammlung - KundgebungSt. LambertiKMdN
18 UhrEinlass zum NeujahrsempfangRathausAfD
19 Uhr Beginn des NeujahrsempfangsRathausAfD

Unsere Redaktion ist ab jetzt live vor Ort und meldet sich ab 19 Uhr mit den Bildern des Großdemonstration zurück.

Münster: Demo gegen AfD – Polizei bereits vor Ort

Update: 22. Februar, 14.27 Uhr. Münster – Um 16.30 Uhr beginnen die Kundgebung am Servatiiplatz und der Demonstrationszug "Raven gegen Rechtsruck" vom Hauptbahnhof bis zur Stubengasse. Die Vorbereitungen für den Protest gegen die AfD in der Innenstadt laufen auch Hochtouren: Die Polizei ist bereits vor Ort, die Bühne wird aufgebaut.

Bereits im Vorfeld erklärte die Polizei: "Wir gehen davon aus, dass sich Anmelder, Veranstalter und Teilnehmer aller Versammlungen ihrer Verantwortung zu einem friedlichen Verlauf und zum Gewaltverzicht bewusst sind. Leider nutzen jedoch nach unseren Erfahrungen einzelne Gewalttäter das Umfeld von Versammlungen zur Begehung von Straftaten wie Sachbeschädigungen, Nötigungen oder Körperverletzungen. Wir werden bei Straftaten konsequent einschreiten und unserem Auftrag zur Strafverfolgung nachkommen."

Münster: AfD sorgt für Protest – Vorbereitung beginnt

Update: 22. Februar, 11.34 Uhr. Münster – In Vorbereitung auf den Neujahrsempfang der "Alternative für Deutschland" (AfD) und der damit verbundenen Großdemonstration beginnen in Kürze die Aufbauarbeiten am Prinzipalmarkt. Ab 12 Uhr errichten Handwerker die Bühne, auf der ab 17.30 Uhr die Kundgebungen stattfinden.

Auch die Kaufleute der Innenstadt von Münster bereiten sich vor. Zwar werden sie nicht – wie 2017 – die Lichter ihrer Geschäfte ausschalten, dafür aber Europaflaggen aufhängen.

Mit Europaflaggen setzen die Kaufleute ein Zeichen gegen den Neujahrsempfang der AfD. Foto: dpa

Auch einige Gotteshäuser machen mit: Hans-Bernd Köppen, der Pfarrer von St. Lamberti, ließ nach Angaben der NW eine "elf mal drei Meter große Europaflagge an der Kirche" aufhängen. In der Kirche selbst wird ab 16.30 Uhr ein ökumenisches Gebet stattfinden.

Münster: Demo gegen AfD – Protest begann vor einer Woche

Update: 21. Februar, 17.57 Uhr. Münster – Am Freitag erwartet die Stadt eine Großdemonstration mit tausenden Menschen. Doch bereits eine Woche vor dem Neujahrsempfang der "Alternative für Deutschland" (AfD), am 15. Februar, hatten sich rund 40 Menschen vor dem Rathaus in Münster versammelt und "klar Stellung gegen die extrem rechte Partei" bezogen, so das Bündnis "Keinen Meter den Nazis", das kürzlich erst auf die Drohungen in Münster gegen Politiker aufmerksam machte.

Mit Schildern, Transparenten, kurzen Statements und Redebeiträgen mobilisierten die Teilnehmenden bereits im Vorfeld für ihren Großprotest am Freitag. "Das war ein guter Auftakt", so Bündnissprecher Carsten Peters zu der Aktion. "

Das Bündnis hofft auf eine ähnlich gute Beteiligung wie bei dem Neujahrsempfang der AfD im Jahr 2017, als nach verschiedenen Schätzungen zwischen 8.000 und 10.000 Leute gegen die AfD protestierten und damit bundesweit für Aufmerksamkeit sorgten. "Wir sind optimistisch, dass wir das schaffen", so Peters abschließend, "Münster ist und bleibt kein gutes Pflaster für die AfD."

Bereits im Vorfeld hatte das Bündnis "Keinen Meter den Nazis" zum Protest gegen die AfD aufgerufen und Werbung für die Demo am Freitag gemacht. Foto: Bündnis "Keinen Meter den Nazis"

Münster: Demo gegen AfD – Verkehr stark beeinträchtigt

Update: 21. Februar, 14.16 Uhr. Münster – "Die Demo auf dem Prinzipalmarkt hat Vorfahrt", erklären die Stadtwerke. Denn am Freitag (22. Februar) findet auf dem Prinzipalmarkt der Protest gegen die Neujahrsversammlung der AfD statt.

Dafür weichen zwischen 12 Uhr und voraussichtlich 24 Uhr elf Bus-Linien der Innenstadt von Münster aus:

  • Linie 1
  • Linie 2
  • Linie 4
  • Linie 9
  • Linie 10
  • Linie 11
  • Linie 12
  • Linie 13
  • Linie 14
  • Linie 22
  • Linie N80

Sie fahren in dieser Zeit über die bekannten Umleitungswege durch Münster:

Linie(n)Richtungzwischenüber
1 und 9beideBült und Wilhelmstraße / Steinfurter StraßeMünzstraße
2 und 10Alte SternwarteMeckmannweg Hauptbahnhof undBismarckalleeLudgeriplatz Antoniuskirche
4Clemenshospital Hauptbahnhof undGeiststraßeLudgeriplatz Antoniuskirche
11, 12, 13, 22 und N80Gievenbeck Hauptbahnhof und AegidiimarktLudgeriplatz Antoniuskirche
14ZooHauptbahnhof und AegidiitorLudgeriplatz Antoniuskirche

Nicht angefahren werden können die Haltestellen:

  • Engelenschanze
  • Raphaelsklinik
  • Klemensstraße
  • Domplatz
  • Prinzipalmarkt

Die Lienen 1 und 9 können folgenden Haltestellen zudem nicht anfahren:

  • Schlossplatz
  • Krummer Timpen
  • Aegidiimarkt
  • Picasso-Museum (auf der Rothenburg)

Auf den Umleitungswegen werden alle Haltestellen bedient. Als Ersatzhaltestellen empfehlen die Stadtwerke die Haltestellen Aegidiimarkt, Picasso-Museum (Königsstraße), Ludgeriplatz oder Bült.

Autos sind auf dem Prinzipalmarkt ohnehin nicht erlaubt. Aber auch Fahrradfahrer werden von der Polizei gebeten, den Bereich großräumig zu meiden – spätestens ab 16 Uhr.

AfD lädt zum Neujahrsempfang – So bereiten sich die Münsteraner vor

Erstmeldung: 20. Februar. Münster – Am Freitagabend (22. Februar) findet erneut der Neujahrsempfang des AfD-Kreisverbands im Rathaus (Prinzipalmarkt 10) statt. Vor zwei Jahren hatte die Veranstaltung rund 300 Besucher und 8000 Gegendemonstranten angelockt. Auch in diesem Jahren werden zahlreiche Gegner des Events erwartet.

"Aus Protest hat das Bündnis 'Keinen Meter den Nazis' drei Kundgebungen in der Innenstadt angemeldet, zu der insgesamt mehrere tausend Teilnehmer erwartet werden", erklärte die Polizei Münster am Mittwoch.

  • Kundgebung "United Against Rechtsruck" ab 16.30 Uhr auf dem Servatiiplatz in Münster: "Dort werden wir eigene Inhalte setzen", erklärt das Bündnis KMdN. Im Anschluss geht sie Demonstranten gemeinsam in Richtung der Abschlusskundgebung.
  • Demonstrationszug "Raven Gegen Rechtsruck" ab 16.30 Uhr vom Servatiiplatz, über die Von-Steuben-Straße, Hafenstraße, Ludgeriplatz und Ludgeristraße zum Platz an der Stubengasse.
  • Versammlung "Solidarisch Gegen Den Rechtsruck" ab 17.30 Uhr vor der Lambertikirche auf dem Prinzipalmarkt in Münster. Diese Großkundgebung mit Live-Musik soll nach Angaben der Veranstalter pünktlich vor dem Einlass zum AfD-Neujahrsempfang beginnen.
Foto: Screenshot Google Maps

Münster: Demo gegen AfD – Polizei trifft Vorkehrungen

"Zum Schutz beider Versammlungen und des Rechts auf freie Meinungsäußerung trifft die Polizei Münster entsprechende Sicherheitsmaßnahmen", erklärte Einsatzleiter Frank Kaiser. Deshalb wird die Polizei den Prinzipalmarkt rund um das historische Rathaus und das Stadtweinhaus absperren.

Das führe zwar zu Beeinträchtigungen des gewohnten Ablaufs, sei jedoch unvermeidbar. So kann es während der Demonstration in der gesamten Innenstadt von Münster zu Verkehrsproblemen kommen. Fahrräder und Busse müssen den Prinzipalmarkt umfahren.

Wann?Was?Wo?Wer?
12 UhrAufbauarbeiten der BühneAufstellung der Absperrgitter St. LambertiKMdN
16 UhrVerkehr beeinträchtigtPrinzipalmarktPolizei
16.30 UhrDemonstrationszug"Raven gegen Rechtsruck"Kundgebung"United against Rechtsruck"HautpbahnhofServatiiplatzKMdN
17.30 UhrVersammlung KundgebungSt. LambertiKMdN
18 UhrEinlass zum NeujahrsempfangRathausAfD
19 Uhr Beginn des NeujahrsempfangsRathausAfD

Es ist nicht das erste Event, bei dem viele Münsteraner gegen die AfD auf die Straße gehen. Bereits beim Neujahrsempfang 2017 waren 8000 Demonstranten vor Ort. Doch auch nach den Ausschreitungen in Chemnitz zog das Aktionsbündnis "Münster gegen rechten Hass" durch die Domstadt.

Schlappe für Rechtspopulisten: Bei der Europawahl erreichte die AfD in Münster nur 4 Prozent. Erneut sorgte die Partei für Negativ-Schlagzeilen: Nachdem ein neues Nürnberger Christkind gewählt wurde, hetzte die AfD gegen die 17-Jährige. Ein Politiker aus Münster will nun ein Zeichen setzen.

Auch die Klimabewegung ist weiterhin auf den Straßen: Fridays for Future plant in Münster einen 24-Stunden-Mahnwache. Erneut wird in der Stadt demonstriert: Landwirte aus der Region kommen mit ihren Treckern nach Münster, um gegen die Agrarpolitik der Regierung zu protestieren.

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