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Nach Katastrophe 2018 in Münster

"Nicht alle verendet": Experten prüfen aktuellen Fischbestand im Aasee

Im vergangenen Jahr kam es am Aasee zur Katastrophe: Tausende Fische verendeten im Gewässer in Münster. Jetzt beginnt die Stadt mit einer umfassenden Sanierungsstrategie.

Von Sohrab Dabir

Der Aasee ist nach der Fischkatastrophe im Vorjahr wieder zur Normalität zurückgekehrt. Foto: Presseamt Münster / Markus Bensch
  • Stadt prüft Fischbestand am Aasee
  • Tausende Tiere verstarben 2018 in Münster
  • Ökosystem soll aufrecht erhalten werden

Münster – Es war ein schreckliches Bild, dass sich im Sommer 2018 am Aasee bot: 20 Tonnen an toten Fischen mussten aus dem Gewässer der Domstadt geborgen werden. Aufgrund der starken Hitzewelle sank der Sauerstoffgehalt im Wasser so weit, dass es für die Tiere keine Überlebenschance mehr gab.

Stadt Münster will geringen Fischbestand im Aasee

Denn durch den starken Abfall des Sauerstoffgehaltes bildeten sich giftige Algen, wodurch die Fische im Aasee in Münster erstickt sind. Bereits Anfang dieses Jahres hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, um solch eine Katastrophe in Zukunft zu vermeiden. Zwei gute Nachrichten gab es in diesem Jahr jedoch: "Beobachtungen haben gezeigt, dass glücklicherweise längst nicht alle Fische im Aasee verendet sind", so die Stadt. Auch sei der Aasee derzeit in einem guten Zustand.

"Damit die aktuell positive Gesamtentwicklung des Aasees auch zukünftig anhält, soll der Fischbestand auf einem vergleichsweise geringen, gewässerverträglichen Niveau gehalten werden", teilt die Stadt mit. So sei bereits vor Jahren durch den Besatz von Raubfischen ein Beitrag zum Ökosystem im Aasee in Münster geleitet worden. In 2020 droht eine erneute Hitzeperiode: Wie sich das Wetter auf den Aasee in Münster auswirkt, bleibt abzuwarten.

Fachleute vom Ruhrverband überprüfen den aktuellen Fischbestand im Aasee. Foto: Presseamt Münster.

Aasee in Münster: Ergebnisse sollen weitere Maßnahmen einleiten

In dieser Woche hat die Stadt nun eine neue Bestandsaufnahme der Fische durchgeführt. "Mithilfe von Elektrobefischung, Stellnetzen und Reusen soll der aktuelle Fischbestand im Aasee ermittelt werden", heißt es. Die Ergebnisse sollen im weiteren Schritt dazu dienen, weitere Bewirtschaftungsmaßnahmen des Wassers durchzuführen.

Das größte Gewässer der Domstadt gilt auch als Erholungsgebiet und wird für viele Freizeitaktivitäten genutzt. Für reichlich Ärger sorgten in diesem Jahr jedoch viele Menschen, als sie nach der Maifeier einen Müllberg am Aasee in Münster hinterließen.

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