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  5. Aktion gegen Plastik: Umwelt-Aktivisten von Kaktus Münster sammeln vorm Rewe Plastikmüll ein und geben ihn an den Supermarkt zurück

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Zum Welttag der Umwelt

"Plastic Attack": Liebe Supermärkte, behaltet doch euren Müll

Wenn man in Supermärkten an den Regalreihen entlanggeht, ist so ziemlich alles in Plastik eingepackt. Um auf diesen Zustand aufmerksam zu machen, sammelt Umweltschützer den Verpackungsmüll – und gaben ihn einfach zurück.

Von Lea Sarah Wolfram

Man sieht den Sand vor lauter Abfall nicht – Einwegverpackungen vermüllen unsere Erde. Foto: picture alliance / dpa

Münster – Mit Plakaten und Müllsäcken standen Umweltschützer vor einem Rewe. Als Kunden des Supermarktes an der Hansastraße nach ihrem Einkauf herauskamen, wurden sie mit einer seltsamen Bitte konfrontiert: Gebt uns doch euren Müll!

Zwei Stunden sammelten die jungen Aktivisten bei schwülwarmem Wetter Plastik ein. Ein paar Tipps zur Müllreduzierung gab es noch gratis dazu. Und was passierte dann mit dem Abfall? Den bekam der Rewe zurück.Mit der "Plastic Attack" setzten die Umweltschützer von Kaktus, der Grünen Jugend Münster, am vergangenen Samstag (2. Juni) ein Zeichen gegen Müll. Das Ziel der kuriosen Aktion: Kunden und Verkäufern soll die Menge an überflüssigen Verpackungen bewusst gemacht werden.

Die "Plastic Attack" gibt's jedoch nicht nur in der Domstadt: Auf der ganzen Welt geben Aktivisten an diesen Aktionstagen den überflüssigen Verpackungsmüll an Geschäfte zurück – frei nach dem Motto: Sollen die doch ihren Plastikmist selber behalten!

Plastikfrei leben in Münster

Erst vergangene Woche reagierte die Europäische Union auf die Müllberge in unseren Ozeanen und verbot Einweggeschirr und ähnliche Produkte. Doch da sie praktisch überall sind, ist es schwer, auf sie zu verzichten.

Aber es gibt sie, die Alternativen. In der Domstadt haben sich gleich mehrere Geschäfte der Nachhaltigkeit verschrieben: Im "Einzelhandel" auf der Hammer Straße gibt es beispielsweise keine Einwegverpackungen. Und "natürlich unverpackt" auf der Warendorfer Straße kommt sogar komplett ohne Verpackungen aus: Hier kann man sich die Lebensmittel in eigene Vorratsbehälter abfüllen.

In den Superbiomärkten gibt es an der Obst- und Gemüseauslage ebenfalls eine Alternative: Dort finden Kunden grün-weiße Netze, die mehrfach verwendet werden und sogar in der Waschmaschine gewaschen werden können. Und auch hier können Lebensmittel in Dosen oder Gläser abgefüllt werden.

Für das Jahr 2018 hat die AWM ihre Zahlen vorgelegt: Demnach wurden in Münster pro Kopf 421 Kilo Müll produziert. Ein neuer Tiefstwert.

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