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„Rhythm and Love“

„Raus mit dir!“ Jan Josef Liefers teilt gestrichene Szenen aus dem Münster Tatort

Von Lea Sarah Wolfram

Münster/Köln - Ein neuer Sonntag, ein neuer Tatort: Dieses Mal war wieder das Ermittler-Duo Frank Thiel und Professor Karl-Friedrich Boerne alias Axel Prahl und Jan Josef Liefers im Namen des Gesetzes unterwegs. Ein wenig überschattet wurde die neuste Folge der beliebten Krimireihe aus Münster jedoch von den Umtrieben des Schauspielers Liefers, der mit seiner Teilnahme an der Aktion #allesdichtmachen für Aufsehen gesorgt hatte.

Nach viel öffentlicher Kritik und kontroversen Diskussionen rund um die Schauspieler-Aktion, dessen Absicht bis heute nicht gänzlich klar geworden zu sein scheint, verteidigte der 56-Jährige bei mehreren öffentlichen Auftritten die Video-Aktion. Liefers kündigte sogar die Teilnahme an der Gegenaktion #allemalneschichtmachen an. Aufgrund des Wirbels, den #allesdichtmachen aufgelöst hatte, hatte Jan Josef Liefers laut eigener Aussagen die sozialen Netzwerke vorläufig gemieden - bis zum Wochenende, als er plötzlich auf Instagram zwei gestrichene Szenen aus dem neuen „Tatort“ Münster veröffentlichte.

Show:Tatort Münster
Sender:WDR/ARD
Erstausstrahlung:20. Oktober 2002
Aktuelle Folge:Rhythm and Love
Hauptdarsteller:Jan Josef Liefers und Axel Prahl

„Tatort“ Münster: Jan Josef Liefers zeigt gestrichene Szenen

Die Szenen stammen aus der neusten Folge „Rhythm and Love“ vom „Tatort“ Münster, die am Sonntag (2. Mai) bei der ARD lief. „Diese Szene ist im morgigen Tatort Münster nicht zu sehen“, schrieb Jan Josef Liefers in einem Post auf seiner Instagram-Seite und postete ein Video dazu. Den Grund dafür meinte Schauspieler bereits zu kennen - „wahrscheinlich wegen der expliziten dance moves.“ In der Szene ermittelt Boerne gerade in einer Hippie-Kommune und versucht, sich entgegen seines eigentlichen Naturells locker zu machen.

Neben der Tanz-Einlage in der Hippie-Kommune fiel eine weitere Szene dem Schnitt zum Opfer: Aus unterschiedlichen Gründen gefrustet, genehmigten sich Kommissar Thiel und Rechtsmedizinier Boerne in der Pathologie den einen oder anderen Rotwein. Volltrunken versuchte Boerne alias Jan Josef Liefers, seinem Ermittlerkollegen dessen zweiten Vornahmen zu entlocken - leider ohne Erfolg. „Thiels zweiten Vornamen werden wir diesmal nicht erfahren, denn weil die Rotwein Szene beim Drehen leicht ausuferte, musste sie um diesen Teil gekürzt werden“, schrieb Jan Josef Liefers in seinem Instagram-Post.

„#BoykottTatort“: Jan Josef Liefers bekommt weiter Gegenwind für #allesdichtmachen

„Frevel, das rauszuschneiden“, kommentierte die Frühstücksfernsehen-Moderatorin Marlene Lufen die Tanz-Szene von Jan Josef Liefers, dessen Vertrag für den „Tatort“ Münster erst kürzlich verlängert wurde. Unter ihrem Kommentar bei Instagram reihten sich viele weitere positive Rückmeldungen von Usern, die dem Schauspieler oft auch ihre Unterstützung für sein Engagement bei #allesdichtmachen aussprachen.

Doch es gab auch Gegenwind: Auf Twitter trendete am Sonntagabend der Hashtag #BoykottTatort. User riefen dazu auf, die neuste Ausgabe der Krimi-Rheine nicht einzuschalten. Zum einen wegen Jan Josef Liefers, zum anderen, weil gleich mehrere „Tatort“-Schauspieler bei der Aktion #allesdichtmachen mitgemacht hatten. Für Häme sorgte vor allem eine bestimmte Szene aus „Rhythm and Love“: Rotwein-trunken erklärte Jan Josef Liefers als Rechtsmediziner Boerne den Dunning-Kruger-Effekt - dass Menschen aufgrund ihrer eigenen Inkompetenz diese nicht erkennen können. Für manch einen Twitter-User stellte sich da ein klarer Bezug zum echten Jan Josef Liefers der vergangenen zwei Wochen her.

Doch auch eine andere Person ärgerte sich bei Instagram über herausgeschnittene Szenen: Michael Tsokos, echter Rechtsmediziner, Podcaster und True-Crime-Autor hatte ebenfalls einen Auftritt bei „Rhythm and Love“. Seine Szene wurde jedoch komplett aus dem Münster „Tatort“ gestrichen. Grund dafür sei, so erklärte es der WDR, die Zusammenarbeit von Tsokos und Jan Josef Liefers in der Streaming-Serie „Obduktion“ bei TVNOW, für die man keine Werbung machen wolle.

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