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Polizeikontrolle in Münster

Razzia am Bahnhof: 36 Personalien, zehn Anzeigen, zwei Festnahmen

Diebesgut und Drogen fanden die Beamten bei einer großangelegten Razzia in Münster. Hilfreich waren dabei auch die Aussagen von Zeugen, die sich direkt vor Ort meldeten.

Von Lisa Fraszewski

Bei einer Razzia am Bahnhof von Münster nahmen die Beamten zwei Personen fest. Foto: Polizei Münster
  • Razzia am Hauptbahnhof von Münster
  • 36 Kontrollen, zehn Anzeigen, zwei Festnahmen
  • Drogen beschlagnahmt

Münster – "Zur Bekämpfung der Straßenkriminalität sind Razzien ein wichtiges Element der Ermittlungsarbeit", erklärt Kriminaloberrätin Leonie Winkler. Sie leitete am Mittwoch (25. September) eine groß angelegte Polizeikontrolle im Bereich des Bahnhofs: "Wir wollen wissen, wer sich dort aufhält und werden auch in Zukunft im Bahnhofsumfeld verstärkt präsent sein."

Bei der Razzia kontrollierten die Beamten in Münster mehrere mutmaßliche Straftäter: Sie nahmen von 36 Menschen die Personalien auf, stellen zehn Anzeigen aus und nahmen zwei Männer (21 und 45) fest. Erst vor Kurzem kam es in Nagelstudios in Münster zu einer Razzia – wegen des Verdachts auf Menschenhandel. Kürzlich gab es einen weiteren Fall: Ein 22-Jähriger wurde im Bahnhofsviertel in Münster von zwei Männern attackiert.

Razzia in Münster auf zwei Bereiche ausgelegt

Die Polizeikontrolle fand an zwei Bereichen in Münster statt, die als bekannte Treffpunkte und Aufenthaltsorte von Kriminellen gelten: die Pergola, ein bewachsener Laubengang, zwischen der Promenade und Von-Vincke-Straße sowie die Windthorststraße.

"Dort treffen sich Diebe und Dealer. Sie verabreden sich und begehen Straftaten. Die Täter schauen unter anderem gezielt nach Gelegenheiten, um unbemerkt Smartphones, Geldbörsen oder andere Wertgegenstände von Passanten im Bahnhofsumfeld und der Innenstadt zu erbeuten", erklärte Winkler.

So habe es erst am Dienstag (24. September) einen Fall in Münster gegeben, bei dem einer 37-Jährigen an der Ampel das Portemonnaie samt Bargeld, Ausweisen und einer Debitkarte gestohlen wurde.

Razzia am Bahnhof von Münster: die Pergola

An der Pergola zwischen Promenade und der Von-Vincke-Straße in Münster kontrollierte die Polizei am Mittwochnachmittag acht Personen. "Bei einem 21-Jährigen aus Guinea besteht der Verdacht des Illegalen Aufenthalts, ein 20-Jähriger aus Mali hatte ein gestohlenes Handy dabei und bei einem 46-Jährigen aus Sri Lanka fanden die Beamten eine kleine Menge Drogen", heißt es in einem Bericht der Polizei.

Drei weitere Personen, die an der Pergola in Münster überprüft worden sind, brachten die Beamten für weitere Ermittlungen zum Polizeipräsidium. Nach der Razzia am Mittwochnachmittag rückten die Beamten am frühen Abend zur Windhorststraße aus.

Razzia am Bahnhof von Münster: die Windthorststraße

Dort überprüften die Beamten 28 Personen. Sie brachten einen 27-Jährigen aus Syrien zum Polizeipräsidium in Münster, weil sie 18 kleine Tütchen mit Drogen während der Kontrolle bei ihm gefunden hatten.

Außerdem stellten sie eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz aus: Bei der Kontrolle fanden sie ein Einhandmesser – welche seit 2008 verboten sind – bei dem Jugendlichen (16) aus Münster. Bei einem 45-Jährigen entdeckten die Beamten außerdem DVDs im dreistelligen Euro-Bereich, die der Dieb in der Innenstadt gestohlen hatte. Sie nahmen den Mann ohne festen Wohnsitz fest.

Zeugen liefern Hinweise bei Razzia in Münster

Zudem nahmen die Einsatzkräfte einen 25-Jährigen mit zur Dienststelle, bei dem sie Drogen fanden und auf den ein Zeuge aufmerksam gemacht hatte: Zusammen mit einem Komplizen (20) hatte er in Münster versucht, einer Frau die Wertsachen aus ihrer Handtasche zu stehlen. Doch der Zeuge alarmierte die Polizei, die beide Täter sofort durchsuchte. Beide Algerier erwartet nun ein Strafverfahren.

Eine ähnliche Situation spielte sich auch ab, als die Beamten während der Razzia in Münster von einem Mann angesprochen wurden: Ihm wurde kurz zuvor sein Handy entwendet – mit der sogenannten Antanz-Masche. Der Geschädigte konnte den Dieb jedoch zweifelsfrei in der Gruppe identifizieren, sodass diesen nun ein Strafverfahren erwartet.

Bereits im vergangenen Juni führten Einsatzkräfte eine Razzia in Münster durch. Als die Beamten eine Wohnung durchsuchten, fanden sie mehrere eine große Menge Drogen – unter anderem 2,4 Kilo Marihuana und 994 Ecstasy-Pillen. Zuvor kam es auch im Kreis Warendorf zu einer Razzia. Ein Sonderkommando des LKA ging mit einem Großaufgebot gegen ein möglicherweise extremistisches Netzwerk vor.

Die Polizei Münster hat nun erneut eine Razzia am Bahnhof durchgeführt. Dabei wurden zwei Personen festgenommen.

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