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Impfungen für Ü-60-Jährige

Riesen Ansturm auf Astrazeneca-Termine: Systeme in NRW überlastet

Für viele Menschen glich der Karsamstag einer Lotterie: 3,8 Millionen Menschen versuchten, einen der 450.000 Astrazeneca-Impftermine zu bekommen – was die Systeme überlastete.

Von Sven Haverkamp

NRW – Dieses Vakzin bedeutet für die Impfkampagne in Deutschland aktuell Fluch und Segen gleichermaßen. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) führte dazu, dass Astrazeneca nicht mehr an Personen unter 60 Jahren verimpft werden soll. Des einen Verlust ist des anderen Gewinn. Deshalb kam es über Ostern zu einer Ausnahmeregelung innerhalb der Impfkampagne in Deutschland:

Ab Karsamstag (3. April) um 8 Uhr konnten Über-60-Jährige einen Impftermin mit Astrazeneca buchen, da plötzlich 450.000 gebuchte Termine wieder frei geworden waren. Dies ließ sich ein Großteil dieser knapp 3,8 Millionen Menschen zählenden Personengruppe in NRW nicht zweimal sagen und griff zu Telefon und PC. Eine Überlastung der Systeme war die erwartbare Konsequenz – eine nervliche Zerreißprobe für die potenziellen Impflinge über 60.

BundeslandNRW
Einwohner17.947.221
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

NRW: Impftermine in Westfalen-Lippe mit Astrazeneca nach einem Tag vergeben

Die Vergabe der Corona-Impftermine über Ostern startete holprig: Ewig lange Wartezeiten bei der telefonischen Terminvergabe (www.116117.de) und überlastete Server bei der Registrierung sorgten landesweit für Frust. Einzelne E-Mail-Provider waren laut der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) Grund für die Verzögerung – offenbar gab es Probleme mit Spamfiltern.

Doch an den meisten Stellen scheint es am Ende doch geklappt zu haben: Bereits nach einem Tag waren fast alle Corona-Impftermine mit Astrazeneca in NRW vergeben. Rund 167.000 Menschen hätten einen Termin in einem der Impfzentren erhalten, teilte die KVWL am Ostersonntag (4. April) mit. In der Region Nordrhein waren noch einige Termine frei, die noch bis Dienstag (6. April), 7 Uhr gebucht werden konnten. Doch auch hier hakte es. Zwischenzeitlich war auf der Seite der KVN nur noch folgendes zu lesen:

Fast alle Impftermine in Zentren vergeben: Weitere bei Hausärzten

Während der Oster-Aktion wurden insgesamt 364.750 Impftermine mit Astrazeneca vergeben. Weitere 85.250 sollen ab Dienstag durch die Hausarztpraxen in NRW vereinbart werden können. Bei der Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung geht die Terminvergabe zeitgleich in den Regelbetrieb zurück, hier werden ab 8 Uhr wieder ausschließlich Impftermine an 79-Jährige gemäß der Impfreihenfolge vergeben. Weiterführende Informationen zur Corona-Impfung finden Sie hier:

  • Von Astrazeneca bis Johnson&Johnson – die Coronavirus-Impfstoffe im Vergleich.
  • Impfstoff von Astrazeneca: Welche Nebenwirkungen drohen – und wer sich nicht impfen lassen sollte.
  • Coronavirus: Das sind die Standorte für die fünf Impfzentren im Münsterland.
  • Coronavirus: Die Standorte der sieben Impfzentren in Ostwestfalen-Lippe.
  • Coronavirus und Covid-19: Was Sie über die Corona-Pandemie wissen sollten.

Am 9. März 2020 ist in einer Stadt in Ostwestfalen* ein junger Mensch verstorben. Die Person wurde rund zwölf Tage vorher geimpft. Ein Gutachten der Uni Münster* und der Uni Greifswald ergab nun, dass der Tod der 32-jährigen Frau aus Herford im Zusammenhang mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca steht. (*msl24 und owl24 sind Angebote von IPPEN.MEDIA.)

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