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17. Mai 1990: Homosexualität als psychische Krankheit gestrichen

Tag gegen Homophobie wird auch in Münster gefeiert

Intoleranz hat in Münster keine Chance. Das haben schon die Wahlergebnisse bei der Bundestagswahl im vergangenen September gezeigt. Kein Wunder also, dass auch der Tag gegen Homophobie fett im Kalender markiert ist.

Von Lisa Fraszewski

Münster – Kleine Geschichtsstunde: Die erste Schwulen-Demo der Bundesrepublik fand am 29. April 1972 statt. Und zwar in Münster. Damals trafen sich über 200 Teilnehmende mit einem Ziel: gemeinsam demonstrieren und mit der Bevölkerung diskutieren.

Damit war klar: Münster ist bunt. Nicht nur, weil das auf der Promenade steht. In der Domstadt gibt es Clubs, Vereine, Partys, Jugendtreffs und Chöre für Homosexuelle. Eine Übersicht hat die Stadt zusammengestellt.

Dem 17. Mai wird deshalb auch in der Westfalenmetropole gedacht. Denn an diesem Tag im Jahr 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) endlich: Homosexualität wird von der Liste psychischer Krankheiten gestrichen. Der 17. Mai wurde daraufhin zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen. Aktionen, wie in den vergangen Jahren, wird es 2018 allerdings nicht geben.

Tanzen gegen Homophobie

Wer trotzdem feiern will, hat dazu am Wochenende gleich zwei Mal die Gelegenheit. Am Freitag (18. Mai) findet die Pink-Elephant-Party "For all Genders and Friends" statt. Gefeiert wird im ältesten Club der Stadt: der Elephant Lounge (Roggenmarkt 15 bis 16). Es laufen Hits der 80er, 90er, Discofox, Classics und Charts. Los geht's ab 21 Uhr.

Und am Samstag (19. Mai) feiert Münsters Queer-Party "Tentación" ihren dritten Geburtstag im Gleis 22 (Hafenstraße 34): "Egal ob du hetero, lesbisch, schwul, bi, inter, trans* oder queer bist. WIR "tanzen, feiern und lieben" zusammen", heißt es von den Veranstaltern. Der Eintritt kostet sechs Euro. Los geht's um Mitternacht.

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