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Rollstuhlfahrer mit Begleiter in Münster auf Abwegen

Ziemlich beste Freunde?

Waren es etwa Driss und Philippe aus dem Kinohit "Ziemlich beste Freunde", die am Donnerstag (24. Mai) in Münster unterwegs waren? Unwahrscheinlich. Aber ihre Inspiration könnten sich die beiden Männer aus dem französischen Film geholt haben.

Von Sohrab Dabir

Ab ging die wilde Fahrt. Foto: creativecommons.com

Münster – Der Motorradpolizist staunte nicht schlecht, als er um 10 Uhr in der Früh an die Umgehungsstraße zu einem Einsatz gerufen wurde. Dort sah er, wie ein Rollstuhlfahrer von seinem Begleiter mitten auf der Fahrbahn geschoben wurde. Und das, obwohl nur Autos auf der Schnellstraße zugelassen sind. Ein weiterer Unfall ereignete sich auf der Umgehungsstraße: Ein Mann tanzte nachts auf der B51 in Münster, dann wurde er von einem Auto erfasst. Die Kollision endete tödlich.

Dem Polizisten gelang es, das umtriebige Duo zwischen Albersloher Weg und Warendorfer Straße zu stoppen. Auf die Frage, was es mit dieser kinoreifen Vorstellung auf sich habe, antwortete der 30-jährige Begleiter, dass man etwas Wichtiges zu erledigen habe.

Das reichte dem Beamten natürlich nicht als Begründung. Er gab den Beiden eine mündliche Verwarnung mit auf den Weg. Ihre Fahrt setzten die zwei Männer danach fort – schließlich hatten sie es immer noch eilig. Anstatt mitten auf der Fahrbahn, ging es nun abseits der Umgehungsstraße weiter. Denn das Duo bestand darauf, ihr Abenteuer fortzusetzen – dann eben durch das Buschwerk über Stock und Stein.

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