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Veranstalter macht Rückzieher

Kein Rammstein-Konzert an Silvester in München

München

Das Vorhaben stieß bei den Behörden auf große Kritik. Nun wurde das geplante Silvester-Konzert von Rammstein in München abgesagt.

Von Sven Haverkamp und Sohrab Dabir

Rammstein würden an Silvester ihr eigenes Feuerwerk mitbringen. Foto: Matthias Matthies

+++ Newsticker zur geplanten Rammstein-Show in München aktualisieren +++

Update: 16. August. Eine bittere Nachricht erreicht am Dienstag die Rammstein-Fans: Das geplante Silvester-Konzert in München wurde abgesagt. Der Veranstalter Leutgeb hat aufgrund der großen Bedenken von Polizei und Stadt einen Rückzieher gemacht. Alles Weitere dazu hier:

Rammstein: Kein Silvester-Konzert in Essen

Update: 12. August. Während in München noch heiß über das Rammstein-Konzert zu Silvester diskutiert wird, sieht man die Angelegenheit in Essen pragmatisch. Die Ruhr-Metropole stand zunächst auch in der engeren Auswahl als Austragungsort des Mega-Events. 

Wie die AZ München berichtet, habe man in Essen nicht lange gefackelt. Es gebe in der NRW-Stadt keinen Platz, um das Konzert vor bis zu 145.000 Besuchern auf die Beine zu stellen. Zudem sei die Vorbereitungszeit für ein solches Event viel zu kurz, das sollten mal schön die Münchner ausrichten, heißt es. Derweil gibt es vor allem von der Grünen Fraktion in Bayern Kritik am geplanten Rammstein-Konzert an Silvester:

Rammstein in München: Kulturverband ist empört

Update: 11. August. Die Hoffnung der Rammstein-Fans ist groß, dass die Band an Silvester in München ein Mega-Konzert vor 145.000 Besuchern auf der Theresienwiese spielen darf. Am Mittwoch stimmte der Münchner Stadtrat dem Vorhaben mehrheitlich zu – nun muss nur noch das Kreisverwaltungsreferat sein Go geben. Im Vorfeld gibt es jedoch auch scharfe Kritik an den Plänen. 

So adressierte der Verband der Münchner Kulturveranstalter in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister und die beiden Bürgermeisterinnen der Stadt das geplante Rammstein-Konzert zum Jahreswechsel. Darin heißt es: "Das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München fordert die Mitglieder des Verbandes dazu auf, Großkonzerte nur im Olympiastadion durchzuführen. Sollte die Kapazität nicht ausreichen, sollen die Konzerte an mehreren Tagen stattfinden. Das haben die Veranstalter*innen bis zum Beginn der Pandemie erfolgreich umgesetzt und Robbie Williams, Helene Fischer, Rolling Stones, Rammstein, … fanden im Olympiastadion statt."

Kritisiert wird vor allem auch, dass das seit 22 Jahren in München stattfindende Tollwood-Festival, das ebenfalls an Silvester auf der Theresienwiese ausgetragen wird, nicht in die Pläne des Rammstein-Konzerts miteinbezogen worden war. "Es ist offensichtlich, dass Veranstaltungen des Tollwood wie die Gala an Silvester nicht stattfinden können, sollte dort Rammstein spielen. [...] Diese Veranstaltung, eine Münchner Institution, wird ohne Zögern einer Großveranstaltung geopfert." An einem konstruktiven Austausch sei man aber weiterhin interessiert, heißt es in dem Brief abschließend. Es bleibt spannend, wie sich die Lage bis zur endgültigen Entscheidung entwickeln wird. Sollte es in München nicht klappen, stünde möglicherweise die Stadt Essen als Austragungsort für das Silvester-Konzert bereit.

Rammsteins Silvester-Konzert in München vom Stadtrat genehmigt

Update: 11.30 Uhr. Wie die Bayernpartei mitteilt, hat sich der Stadtrat in München mehrheitlich für das Rammstein-Konzert an Silvester entschieden. 
Die endgültige Zusage kann jedoch erst getroffen werden, wenn ein für alle Verantwortlichen vertretbares Sicherheitskonzept vorliegt. Ob dies passieren wird, ist noch offen.

Sollte sich die Stadt München nicht als Austragungsort durchsetzen, käme auch Essen infrage. Hier würde das Rammstein-Konzert vermutlich auf dem Gelände der Zeche Zollverein stattfinden. In München zeigt sich derweil auch die im Stadtrat vertretene FDP erfreut über das Ergebnis der Sitzung: 

Ähnlich äußerste sich auch die SPD. Wie Fraktionschefin Anne Hübner betont, sei wichtig, in einer Weltstadt wie München „nicht immer nur 1000 Bedenken ins Feld zu führen, sondern auch mal die Chancen zu sehen.“ Wann der Kreisverwaltungsreferat über die Zulassung des Rammstein-Konzerts entscheidet, ist noch nicht klar. 

Stadtrat in München tagt zu Rammstein-Konzert

Update: 10. August, 9 Uhr. Seit 9 Uhr tagt der Stadtrat in München über das Rammstein-Konzert zu Silvester auf der Theresienwiese. Obgleich die Politik sich optimistisch zeigt, haben die verantwortlichen Behörden erhebliche Sicherheitsbedenken. 

Auch, wenn auf der Theresienwiese normalerweise das Oktoberfest stattfindet, könnten die zusätzlichen Menschenmassen zu Problemen führen, da Sicherheitskräfte an Silvester ohnehin ausgelastet sind. Zusätzlich findet dort traditionell das Tollwood-Festival statt. Beide Veranstaltungen zeitgleich stattfinden zu lassen, sehen die Festival-Organisatoren als unmöglich an. 

Der Beschluss über das Rammstein-Konzert ist der fünfte und letzte Punkt der heutigen Ratssitzung in München. Wann ein Ergebnis feststeht, ist noch unbekannt. 

Rammstein in München: 145.000 Menschen zu Silvester-Konzert erwartet

Erstmeldung. Es wäre fast die doppelte Anzahl an Besuchern, wie sie das Wacken Open Air jährlich zu verzeichnen hat: Rammstein sollen an Silvester 2022 auf der Theresienwiese in München vor 145.000 Menschen spielen.

Ein Mega-Konzert wie dieses erfordert ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept. Noch liegt ein solches jedoch nicht vor, was den Verantwortlichen große Sorgen bereitet. Dennoch scheint es im Münchener Stadtrat grünes Licht für das Event zu geben, wie die SZ berichtet. 

Rammstein: Mehrheit im Stadtrat für Silvester-Konzert

Die Grünen sind dagegen, die CDU, SPD und FDP sind dafür. Demnach spricht sich die Mehrheit im Münchener Stadtrat für das Silvester-Konzert von Rammstein aus. Fraktionschefin Anne Hübner von der SPD klingt zuversichtlich: 

Anne Hübner, SPD

Doch es gibt noch viele Hürden zu bewältigen, bevor die einzigartige Liveshow der Berliner den Münchener Nachthimmel erleuchten und den Boden der Theresienwiese zu Beben bringen kann. Am Ende muss das KVR (Kreisverwaltungsreferat) mit dem vorgelegten Sicherheitskonzept des Veranstalters Klaus Leutgeb zufrieden sein. Danach sieht es aktuell jedoch noch nicht aus. 

Rammstein in München: Polizei gegen Silvester-Konzert

Sowohl das KVR als auch die Polizei München bezweifeln, dass es in der kurzen Zeit möglich ist, ein ausreichendes Sicherheitskonzept für das Mega-Konzert von Rammstein an Silvester auszuarbeiten. Es werden gar Vergleiche mit der Loveparade-Tragödie von 2010 in Duisburg gezogen, wo bei einer Massenpanik 21 Menschen starben. 

Die Theresienwiese sei nämlich ebenfalls nicht für eine solche Menschenmasse an einem Abend ausgelegt. Zusätzlich brächte die Silvesternacht viele weitere Risikofaktoren mit sich. So sei viel Alkohol im Spiel und die Feuerwerkskörper sorgten für weitere Gefahren. Zudem würden viele Besucher nach dem Rammstein-Konzert in München weiterfeiern – für die Sicherheits- und Rettungskräfte zusätzliche Belastung an einem eh schon arbeitsreichen Abend. 

Darüber hinaus sei die Zeit, um ein ausreichendes Konzept zu entwickeln, sehr knapp. Viele Prüfungen und Abstimmungen seien erforderlich. Zeitdruck bei der Umsetzung sei laut der Polizei "letztendlich lebensgefährlich". Zum Vergleich: Für das Konzert von Andreas Gabalier auf dem Messegelände (90.000 Menschen) habe man laut KVR München elf Monate Vorbereitungszeit benötigt.

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