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Unfall am Abstellgleis

Auf Zug geklettert: Junger Mann nach Stromschlag in Lebensgefahr

Am Abstellgleis am Hauptbahnhof in Paderborn kam es zu einem schweren Unfall. Ein junger Mann ist auf einen Zug geklettert – und hat einen schweren Stromstoß bekommen.

Von Stefanie Masuch

Paderborn – Bei einem schweren Unfall am Hauptbahnhof wurde ein junger Mann lebensgefährlich verletzt. Ob der Hintergrund Leichtsinn oder Gedankenlosigkeit war, kann die Polizei nur mutmaßen. Zwei Männer im Alter von 19 und 20 hielten sich in der Nacht zu Sonntag (10. Januar) auf einem Abstellgleis auf.

StadtPaderborn
Bevölkerung148.126
BundeslandNRW

Paderborn: 20-Jähriger durch Stromschlag am Hauptbahnhof in Lebensgefahr

Der 20-Jährige aus Paderborn kletterte auf einen der Güterwagen für Schüttgut. Oben angekommen erlitt er jedoch einen Stromschlag aus der Oberleitung. Daraufhin fiel er von dem Wagen und stürzte vier Meter ins Gleisbett. Bei dem Vorfall zog er sich lebensgefährliche Verletzungen zu.

Die Polizei Paderborn spricht dennoch von Glück im Unglück: „Denn überwiegend verlaufen derartige Unfälle unmittelbar tödlich.“ Der 19 Jahre alte Begleiter wurde zwar nicht verletzt, erlitt jedoch einen Schock. Scheinbar konnte der jüngere nicht unmittelbar den Notruf verständigen. Dazu schleppte er seinen schwerstverletzten Freund zu einem Anwohner in der Wollmarktstraße.

Lebensgefahr: 20-Jähriger aus Paderborn liegt im Krankenhaus

Der Anwohner tätigte schließlich den Notruf, woraufhin sich ein Rettungswagen und ein Notarzt sofort auf den Weg zu dem Verletzten machten. Der Arzt stellte fest, dass der 20-Jährige aus Paderborn in akuter Lebensgefahr schwebte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Der Mann aus Paderborn erlitt schwere Verletzungen, die einen Großteil seines Körpers bedecken. In einer Oberleitung besteht eine Spannung von bis zu 15.000 Volt. Durch die Behandlung konnten die Ärzte das Leben des 20-Jährigen retten. Er schwebt nun nicht mehr in Lebensgefahr, musst jedoch weiterhin stationär behandelt werden.

Polizei Paderborn: So schnell kann man nach einem Stromstoß in Lebensgefahr schweben

Schon ein Abstand von zwei Metern kann dazu führen, dass eine Oberleitung einen Stromstoß abgibt, wie die Polizei Paderborn warnt. Ein Schlag von einer solchen Intensität kann schnell tödlich enden. In der Region hat es einen ähnlich schlimmen Fall gegeben: Ein Mann wurde von einem Stromschlag in Minden lebensgefährlich verletzt, als er eine Straßenlaterne reparierte.

Vor einigen Monaten kam es in Ostwestfalen-Lippe* bereits zu einem ähnlichen Vorfall mit einer Oberleitung. Nach einem Arbeitsunfall in Bielefeld hat die Kripo die Ermittlung aufgenommen. Ein Mann hatte gerade am Gleis gearbeitet, als jemand plötzlich den Strom wieder anschaltete. (*msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes)

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