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Corona-Maßnahme

2G auch in NRW-Supermärkten? Das sagen Aldi, Lidl, Rewe und Co.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigen, auch in NRW kratzt die Inzidenz erneut an der 100er Marke. Könnte auch hier bald eine 2G-Regel im Einzelhandel eingeführt werden? Die Supermarktketten trafen hierzu bereits klare Aussagen. 

Von Lea Wolfram

Diese Entscheidung hatte zuletzt für viel Diskussionsstoff gesorgt: In Hessen erlaubte die Landespolitik neben zum Beispiel gastronomischen Betrieben auch dem Einzelhandel, von einer 2G-Regel Gebrauch zu machen. Dies betrifft somit auch Supermärkte, sprich: Nur noch Geimpften und Genesenen würde der Zutritt in die Lebensmittelmärkte gestattet, wenn sich der Laden zu dieser Maßnahme entschlösse.

Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen stellt sich die Frage: Ist dies auch in NRW in Sicht? Die großen Supermarktketten meldeten sich bereits zu Wort und stellten klar, wie sie zu einer 2G-Regelung stehen und ob sie diese einführen würden oder nicht.

Corona in NRW: Das sagen Aldi, Lidl, Edeka, Kaufland und Rewe zu 2G in Supermärkten

Gegenüber ZDFheute gab ein Sprecher von Rewe auf Nachfrage bekannt, dass die Kette nicht plane, eine 2G-Regel in ihren Filialen in Hessen und Niedersachsen einzuführen, da sich die bereits geltenden Hygienemaßnahmen wie Abstand und Maske "in der Praxis sehr gut bewährt" hätten. Somit dürfte ebensowenig für die zur Rewe Group gehörende Discount-Lebensmittelkette Penny und die Baumärkte von Toom 2G in Aussicht stehen.

Auch bei  Aldi Nord und Lidl sei eine Einführung der Corona-Maßnahme 2G nicht geplant, wie die Supermarktketten gegenüber dem RND bekanntgaben. Lidl ließ durch einen Sprecher mitteilen: "Wir werden keine 2G-Regelung in unseren Filialen einführen." Kaufland werde eine 2G-Regelung „weder in noch außerhalb Hessens umsetzen“, hieß es gegenüber echo24.de von einem Sprecher der Kette, die ebenso wie Lidl zur Schwarz-Gruppe gehört.

Erklärung von Aldi Nord gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland

Edeka, zu dessen Gruppe der Lebensmitteldiscounter Netto gehört, distanzierte sich ebenfalls bereits klar von einer 2G-Regel. In den sozialen Netzwerken gab die Kette bekannt: „Wir wollen auch weiterhin allen Menschen den Einkauf bei Edeka ermöglichen. Daher ist die 2G-Regelung für uns keine Option.“

Gleichzeitig betonte die Supermarktkette, dass man allen Kundinnen und Kunden einen sicheren Einkauf ermöglichen wolle, bei dem sie sich trotz der schwierigen Umstände wohl fühlten. „Wir sind uns der wichtigen Rolle für die Versorgung der Bevölkerung bewusst. Deshalb stehen die Gesundheit und der Schutz unserer Kund:innen und Mitarbeiter:innen für uns immer an erster Stelle.“

Bisher keine 2G-Regelung für den Einzelhandel in Coronaschutzverordnung von NRW geplant

Ob die Option für die Einführung einer 2G-Regel in Supermärkten von Seiten der nordrheinwestfälischen Landesregierung geplant ist, bleibt vorerst abzuwarten. In der neuen Fassung der NRW-Coronaschutzverordnung vom 29. Oktober ist eine solche Regelung für den Einzelhandel zumindest bisher nicht vorgesehen.

Es ist außerdem fraglich, ob 2G in Supermärkten überhaupt rechtlich möglich wäre. Der deutsche Staat darf keine Regelungen treffen, die die Bürger von ihrem Zugang zur Grundversorgung abschneiden – und dazu gehört, dass sich Bürger mit Lebensmitteln versorgen. Bei 2G wäre Ungeimpften der Zugang zu dieser Grundversorgung verwährt. 

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