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Ermittlungen laufen

3000 Datenträger sichergestellt: Kinderporno-Razzia auch in OWL

Knapp 1000 Polizisten waren am frühen Mittwochmorgen im Einsatz: In ganz Deutschland durchsuchten sie Wohnungen nach kinderpornografischem Material – auch in OWL.

Von Sohrab Dabir

Gütersloh/Höxter/Köln – In einer groß angelegten Razzia ging die Polizei am Mittwoch (27. Januar) gegen Kinderpornografie in Deutschland vor. 75 Wohnungen wurden von knapp 1000 Polizisten in zehn Bundesländern durchsucht. Im Verdacht standen 65 Personen, die kinderpornografisches Material besessen und verbreitet haben sollen.

RegionOstwestfalen
Einwohner2.055.724
Größte StädteBielefeld, Paderborn, Gütersloh

Razzia in OWL: Wohnungen in Gütersloh und Kreis Höxter durchsucht

Knapp 3000 Datenträger konnten die Einsatzkräfte bei der Razzia sicherstellen. In den Verdacht gerieten die Beschuldigten im Rahmen der mittlerweile 15 Monate andauernden Ermittlungen rund um den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach. Zwei der 75 am Mittwoch durchsuchten Objekte befanden sich zudem in Ostwestfalen*.

Die in der Region durchsuchten Wohnungen lagen in Gütersloh sowie in Borgentreich (Kreis Höxter). Während der bundesweiten Razzia stießen die Polizisten an einer der Adressen auf ein 13-jähriges Kind mit „unklaren Wohn- und Familienbeziehungen“, das anschließend in die Obhut des Jugendamtes gebracht wurde, wie es im Nachgang hieß.

OWL: Ermittlungen gegen Kinderpornografie bereits auch in Bielefeld

„Einige der Beschuldigten lassen sich zu den Tatvorwürfen ein“, teilte die Polizei im Anschluss an die Razzia mit. Ob es sich dabei um die Verdächtigen aus OWL handelt, ist unklar. Die am frühen Mittwochmorgen durchgeführte Razzia war bereits die zweite im Rahmen der Ermittlungsgruppe „Berg“. Im Oktober 2019 wurden in einem Haus eines Mannes aus Bergisch Gladbach zahlreiche kinderpornografische Schriften entdeckt. Anschließend konnten Hunderte weitere Verdächtige ermittelt werden.

Neben 170 Mobiltelefonen konnten die Einsatzkräfte, darunter auch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK), am Mittwoch Laptops, Speicherkarten sowie CDs und DVDs sicherstellen. Bei der ersten Großrazzia, die es im Rahmen dieser Ermittlungen im vergangenen Oktober gegeben hatte, wurden unter anderem Wohnungen in Bielefeld und Höxter durchsucht. „Ich freue mich über jeden einzelnen Erfolg, den meine Strafverfolger im Kampf gegen Kinderpornografie verzeichnen“, sagte damals NRW-Justizminister Peter Biesenbach.

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