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Abstimmung im Mai

9-Euro-Ticket soll bundesweit gelten

Im März verkündete die Bundesregierung, ein kostengünstiges ÖPNV-Ticket für alle Bürger anbieten zu wollen. Nun werden die Details konkreter.

Von Sohrab Dabir

Für 90 Tage soll eine Fahrkarte für neun Euro pro Monat eingeführt werden, das bundesweit nutzbar sein soll. Foto: Andreas Arnold/dpa

Drei Monate lang sollen die Bundesbürger für jeweils neun Euro im Monat im öffentlichen Nahverkehr reisen können. Das im Rahmen des Entlastungspakets festgelegte 9-Euro-Ticket sollte in Zeiten der Inflation die Menschen entlasten und gleichzeitig das Klima schützen.

Im März hatte die Ampel-Koalition das Paket angekündigt, bislang war noch unklar, ab wann und wie das 9-Euro-Ticket gültig sein wird. Doch nun konkretisieren sich die Pläne diesbezüglich. So soll die Fahrkarte im ganzen Bundesgebiet gültig sein – die Bürger könnten demnach für neun Euro im Monat quer durch Deutschland reisen. Eine regionale Beschränkung sei laut dem Verkehrsausschuss des Bundestags unpraktikabel.

9-Euro-Ticket ab Juni – Erstattung für Studenten und Abonnenten

Wie das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet, sei die Bundesregierung bereit, die Kosten von 2,5 Milliarden Euro zu übernehmen. "Das 9-Euro-Ticket muss bundesweit gültig sein", betonte auch Martin Kröber, Verkehrsexperte der SPD. Ansonsten würden Pendler benachteiligt, die täglich in ein anderes Bundesland fahren müssen. Selbige Forderung hatte auch der Verbund Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zur Gültigkeit des ÖPNV-Tickets ausgesprochen.

Als Starttermin für das 9-Euro-Ticket wird der 1. Juni genannt. Am 18. oder 19. Mai will der Bundestag über einen Gesetzesentwurf abstimmen, am 20. Mai soll es dann durch den Bundesrat gehen. Somit würde das vergünstigte Ticket im Zeitraum von Anfang Juni bis Ende August nutzbar sein. Abonnenten von Zeitkarten sollen eine Gutschrift oder Erstattung für die Differenz zwischen ihrem Abo und dem 9-Euro-Ticket erhalten. "Auch Studierende, die Semestertickets erworben haben, müssen in den Genuss der Rückerstattung kommen", betonte Köber gegenüber dem RND. Die Karten sollen voraussichtlich über die App der Deutschen Bahn und am Schalter, jedoch nicht an den Automaten an Bahnhöfen erhältlich sein.

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