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Unfälle, Baustellen, Stau und Sperrungen

Die A33 im Wandel: Alle wichtigen Infos und Entwicklungen

Die A33 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern in Ostwestfalen. Sie soll mit der A1 bei Osnabrück verknüpft werden. Doch der Autobahnausbau ist umstritten.

Von Dario Teschner

Die A33 verbindet in Ostwestfalen die beiden Großstädte Bielefeld und Paderborn miteinander. Foto: Friso Gentsch/dpa

Die Bundesautobahn 33 (BAB 33) verbindet den Nordwesten Deutschlands sowie die Niederlande mit Hessen und Thüringen. Im Norden kreuzt sie die A30 und im Süden die A44. In den vergangenen Jahren wurde die A33 stetig erweitert. Lücken, wie etwa zwischen Borgholzhausen und Bielefeld, wurden geschlossen.

Heute (Stand: 2022) verbindet die Autobahn die drei großen Städte Osnabrück, Bielefeld und Paderborn miteinander. Doch komplett fertig ist die Bundesautobahn noch nicht. Mit dem Projekt A33-Nord (Ausbau bis zur A1) soll sie um ein weiteres Teilstück verlängert werden.

A33: So verläuft die Bundesautobahn durch Deutschland

Im niedersächsischen Belm (Landkreis Osnabrück) geht die B51 fließend in die A33 über. Hier beginnt die Bundesautobahn, die aktuell (Stand: Februar 2022) eine Länge von 115,5 Kilometern aufweist. Sie verläuft östlich an Osnabrück vorbei und trifft am Autobahnkreuz Osnabrück-Süd auf die A30. Folgt man dem weiteren Streckenverlauf in Richtung Bielefeld, so kommt man an Georgsmarienhütte, Hilter am Teutoburger Wald, Bad Rothenfelde und Dissen am Teutoburger Wald vorbei. In diesem Bereich gibt es markante Steigungen sowie starkes Gefälle und einen rund 500 Meter langen Lärmschutztunnel.

Hinter Dissen erreichen Verkehrsteilnehmer die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Hier bei Borgholzhausen beginnt der neueste Streckenabschnitt der A33, der bis nach Halle (Westfalen) reicht. Die Autobahn führt an der Firma Nobilia und an der Anschlussstelle Steinhagen im Kreis Gütersloh vorbei und kreuzt danach die Bundesstraße 61, besser bekannt als Ostwestfalendamm (kurz: OWD), über den man in wenigen Fahrminuten nach Bielefeld gelangt.

Wer die A33 an der Anschlussstelle zum OWD nicht verlässt und dem weiteren Streckenverlauf in Richtung Paderborn folgt, findet sich als Nächstes im Autobahnkreuz Bielefeld wieder, das die Autobahn 33 mit der A2 verbindet. Danach führt die Bundesautobahn an Sennestadt, Schloß Holte-Stukenbrock, an dem Truppenübungsplatz Senne sowie an Hövelhof vorbei. Nun muss man nur noch die Paderborner Ortsteile Elsen und Schloß Neuhaus hinter sich lassen, ehe man die Domstadt selbst erreicht.

Hinter der Anschlussstelle Paderborn-Zentrum neigt sich die A33 ihrem Ende zu. Vorbei an Mönkeloh und Borchen, wo sich noch einmal markante Steigungen befinden, trifft sie am Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren auf die A44. Hier endet die Autobahn 33 schließlich, indem sie ohne Unterbrechung in die B480 übergeht, die nach Brilon führt.

Geschichte der A33: Von der Ersatzbundesstraße 68 zur Bundesautobahn

Die Geschichte der A33 reicht zurück bis in das Jahr 1937. Zur damaligen Zeit strebten die Nationalsozialisten eine Schnellstraße zwischen Osnabrück und Bielefeld mit Weiterführung zur heutigen A44 an, die die Städte Dortmund und Kassel miteinander verbindet. Erste konkrete Planungen, die damals unter dem Titel "Ersatzbundesstraße 68" (Kurzform EB 68) liefen, folgten in den 60er Jahren. Im Bedarfsplan des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen (1971 bis 1985) gliederte sich der später im Wesentlichen als A33 bezeichnete Streckenzug in folgende Bauvorhaben:

  • Hesepe bei Bramsche (B218) – Wallenhorst – Haste
  • Nordumgehung Osnabrück (Haste – Dodesheide – Belm/B51)
  • Ostumgehung Osnabrück (B51 – Kreuz Osnabrück-Süd)
  • Kreuz Osnabrück-Süd – Bielefeld/B61
  • Bielefeld/B61 – Paderborn-Elsen
  • Paderborn-Elsen – Paderborn-Zentrum
  • Paderborn-Zentrum – Kreuz Wünnenberg/Haaren

Die Gesetzeslage zum Ausbau der Bundesfernstraßen wurde im Laufe der Jahre immer wieder angepasst. Mit ihr änderte sich auch die Dringlichkeit der einzelnen Bauvorhaben. Die Strecke Hesepe – Bramsche – Kreuz Osnabrück-Nord wurde schließlich gestrichen. Erst mit der Neustrukturierung und neuen Nummerierung des Bundesautobahnnetzes im Jahr 1975, erhielt das Großprojekt die Bezeichnung "Bundesautobahn 33". Bis heute wurden folgende Autobahnabschnitte für den Verkehr freigegeben:

  • 1966: Schinkel-Ost – Osnabrück-Lüstringen
  • 1967: Osnabrück-Lüstringen – Osnabrück-Fledder
  • 1980: Paderborn-Sennelager – Paderborn-Schloß Neuhaus
  • 1981: Paderborn-Schloß Neuhaus – Paderborn-Zentrum
  • 1983: Borchen – Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren
  • 1983: Schinkel-Ost – Harderberg
  • 1983: Stukenbrock-Senne – Paderborn-Sennelager
  • 1986: Harderberg – Borgloh/Kloster Oesede
  • 1988: Borgloh/Kloster Oesede – Hilter
  • 1989: Paderborn-Zentrum – Borchen
  • 1990: Schloß Holte-Stukenbrock – Stukenbrock-Senne
  • 1993: Autobahkreuz Bielefeld – Schloß Holte-Stukenbrock
  • 1996: Hilter – Dissen/Bad Rothenfelde
  • 2001: Dissen/Bad Rothenfelde – Dissen-Süd
  • 2001: Dissen-Süd – Borgholzhausen
  • 2012: Bielefeld-Zentrum – Autobahnkreuz Bielefeld
  • 2018: Künsebeck – Bielefeld-Zentrum
  • 2019: Osnabrück-Widukindland – Schinkel-Ost
  • 2019: Halle (Westf.) – Künsebeck
  • 2019: Borgholzhausen – Halle (Westf.)

Doch damit ist die Bundesautobahn noch immer nicht komplett fertiggestellt. Das Projekt "A33 Nord", also der Weiterbau von Belm bis zur A1 bei Wallenhorst, steht seit Jahren auf der Agenda. Doch der Autobahnausbau stößt nicht nur bei einigen Anwohnern auf Ablehnung. Umweltverbände kritisieren das Projekt der Autobahn GmbH scharf, denn die geplante Strecke soll vor allem durch landwirtschaftlich genutzte Gebiete und Wälder verlaufen.

A33 Nord: Der geplante Weiterbau bis zur A1

Derzeit (Stand: 2022) endet die A33 von Süden kommend nördlich der Anschlussstelle Osnabrück-Widukindland am Beginn der Ortsumgehung Belm (B51n). Die Autobahn GmbH des Bundes plant jedoch, die noch vorhandene Lücke im Autobahnnetz zwischen der A33/B51n und der A1 durch einen Ausbau zu schließen. Ziel sei es, den Verkehr zu entlasten sowie Unfallrisiken und Umweltbelastungen zu senken, heißt es.

Die A33 ist in diesem Abschnitt mit zwei Richtungsfahrstreifen und je einer Seitenspur geplant. Die Trasse soll rund neun Kilometer in nördlicher und nordwestlicher Richtung verlaufen und bei Wallenhorst an die A1 angeschlossen werden. Von der rund 100 Kilometer langen Autobahn ist die Strecke im Raum Osnabrück der letzte Abschnitt, der noch fehlt, um die Lücke schließen zu können. Zuvor erfolgte im Jahr 2019 der A33-Lückenschluss zwischen Bielefeld und Borgholzhausen.

A33: Lückenschluss zwischen Bielefeld und Borgholzhausen

Nach knapp 60 Jahren Planungs- und Bauzeit konnte das A33-Teilstück in Ostwestfalen fertiggestellt werden. Die rund 27 Kilometer lange Lücke wurde in den Jahren von 2012 bis 2019 geschlossen und verbindet seitdem die Städte Borgholzhausen, Halle (Westf.), Steinhagen und Bielefeld miteinander.

Bis zur Eröffnung am 18. November 2019 mussten Verkehrsteilnehmer rund um Gütersloh über einen langen Zeitraum hinweg große Umwege in Kauf nehmen. Nicht selten bahnten sich Pendler ihren Weg durch Wohngebiete, zum Ärger der Anwohner. Diese Bilder gehören der Vergangenheit an. Vor Beginn der Coronavirus-Pandemie haben sich die Verkehrszahlen auf dem neu in Betrieb genommenen A33-Abschnitt um etwa zehn Prozent erhöht. Während der Lockdowns verzeichnete man auf den Autobahnen jedoch einen deutlichen Mobilitätsrückgang.

Der A33-Lückenschluss zwischen Borgholzhausen und Bielefeld, kurz vor der Verkehrsfreigabe. Foto: Dario Teschner

A33: Unfälle, Stau, Sperrungen und Bauarbeiten – Was ist los?

Unfälle, Baustellen, und Gehölzpflege: Auf der Autobahn 33 gibt es täglich Zwischenfälle, die den Verkehr negativ beeinflussen können. Staus und Sperrungen sind nicht selten die Folge und Pendler müssen viel Zeitverlust in Kauf nehmen. Wer eine längere Fahrt plant, ist deshalb gut beraten, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage auf der A33 zu informieren.

Auch während der Autobahnfahrt ist es ratsam, das Verkehrsgeschehen auf der geplanten Route im Blick zu behalten. Rund um die Uhr berichten Radiosender über Gefahrenstellen, denn immer wieder kommt es vor, dass Fahrzeuge liegen bleiben oder in Brand geraten, Gegenstände oder Personen sich auf der Fahrbahn befinden oder Falschfahrer auf der Autobahn unterwegs sind. Auf hallo24.de halten wir Sie dazu stets auf dem Laufenden.

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