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Stauende übersehen

A44: Mann schwebt in Lebensgefahr nach schwerem Unfall in Ostwestfalen-Lippe

Auf der A44 hat der Fahrer eines Renault ein Stauende übersehen. Es kam zu einem folgenschweren Unfall. Die Autobahn musste in einer Richtung gesperrt werden.

Von Dario Teschner

Kreis Paderborn – Lebensgefährlich verletzt wurde am Donnerstag (26. November) ein 43-jähriger Mann bei einem schweren Autounfall auf der Autobahn 44 in Ostwestfalen-Lippe* in NRW. Der Mann war am Nachmittag mit seinem Renault zwischen dem Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren und dem Parkplatz Sintfeld in Fahrtrichtung Kassel unterwegs. Auf dem besagten Streckenabschnitt der A44 im Kreis Paderborn übersah der Autofahrer plötzlich ein Stauende.

Autobahn Bundesautobahn 44 (A44)
Gebaut 1963
Länge266 km
Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen

Unfall auf A44: Renault-Fahrer (43) übersieht Stau und prallt gegen Lkw – Mann schwebt in Lebensgefahr

Gegen 16.10 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr zu dem schweren Verkehrsunfall auf der A44 im südlichen Teil von Ostwestfalen-Lippe alarmiert. Die Kräfte der freiwilligen Feuerwehr Bad Wünnenberg Haaren aus dem Kreis Paderborn eilten zur Unfallstelle. Sie erhielten Kenntnis darüber, dass der Renault-Fahrer aus Fulda in seinem Auto eingeklemmt sei. Als die Retter den Einsatzort zwischen dem Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren und der Anschlussstelle Lichtenau erreicht hatten, bestätigte sich dies auch.

Der Mann war auf der A44 mit voller Wucht in das Heck eines Silo-Lkw geprallt, nachdem er das Stauende übersehen hatte. Aus eigener Kraft konnte er sich nicht mehr aus dem total deformierten Auto befreien. In Bein- und Hüftbereich war der Autofahrer eingeklemmt. Die Kräfte der Feuerwehr setzten hydraulisches Rettungsgerät ein, um die Person aus dem Wagen zu befreien. Bei dem Unfall erlitt der 43-Jährige lebensgefährliche Verletzungen.

Unfall auf A44 in Ostwestfalen-Lippe: Autobahnabschnitt im Kreis Paderborn stundenlang gesperrt

Der Patient wurde am Unfallort notärztlich erstversorgt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Dort musste er stationär behandelt werden. Wie die Polizei Bielefeld am späten Abend in einer Pressemitteilung erklärte, hatte der Renault-Fahrer noch versucht in allerletzter Sekunde dem Lkw auszuweichen und den Unfall auf der A44 zu verhindern. Dafür wich er auf den linken Fahrstreifen aus.

„Von dort geriet er aber wieder auf den rechten Fahrstreifen und fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf den Sattelzug einer polnischen Firma auf“, so die Ermittler weiter. Der polnische Lkw-Fahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. Wegen Aufräum- und Bergungsarbeiten wurde die A44 zwischen dem Kreuz Wünnenberg-Haaren und der Anschlussstelle Lichtenau. In Fahrtrichtung Kassel voll gesperrt. Es bildete sich zeitweise ein etwa 20 Kilometer langer Stau.

Unfall auf A44: Keine Rettungsgasse gebildet – Feuerwehr beschwert sich über Lkw-Fahrer

Die Vollsperrung der A44 in Richtung Kassel dauerte bis etwa 18.30 Uhr an. 30 Feuerwehrleute mit sieben Einsatzfahrzeugen, der Rettungswagen der Wache Fürstenberg, der Notarzt der Wache Büren und die Autobahnpolizei waren vor Ort an der Unfallstelle. Doch besonders zu Beginn des Einsatzes lief nicht alles nach Plan. „Probleme auf der Anfahrt zur Einsatzstelle bestanden für die Feuerwehrfahrzeuge durch eine oftmals nicht funktionierende Rettungsgasse mit zu dicht nebeneinander stehenden LKW“, erklärten die Kräfte der Feuerwehr Bad Wünnenberg-Haaren. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Für die Einsatzkräfte in Ostwestfalen-Lippe war der Donnerstag (27. November) ein ereignisreicher Tag, denn auch auf zwei weiteren Autobahnen in der Region war es zu Problemen gekommen. Ein Lkw-Brand auf der A2 bei Bielefeld hatte eine Vollsperrung zufolge und Pendler standen lange im Stau. Wenige Stunden später musste dann auch noch die A33 im Kreis Gütersloh nach einem Unfall mit mehreren Autos komplett gesperrt werden. (*Msl24.de und owl24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

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