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Gütersloh

Angst vor Thrombosen: Kliniken füllen sich – EMA prüft Todesfall nach Corona-Impfung in den USA

Immer mehr Patienten, die nach der Corona-Impfung mit Astrazeneca unter Kopfschmerzen leiden, statten der Notaufnahme am Sankt-Elisabeth-Hospital in Gütersloh einen Besuch ab. Offenbar kein Einzelfall.

Von Dario Teschner

Gütersloh – Bei vielen Menschen, die sich gegen das Coronavirus* impfen ließen, macht sich derzeit Verunsicherung breit. Durch das viele hin und her haben einige wohl das Vertrauen in das Vakzin von Astrazeneca* verloren. Das Sankt-Elisabeth-Hospital in Gütersloh registriert vermehrt Patienten, die unter Kopfschmerzen leiden und nun Angst vor einer Hirn-Thrombose haben.

StadtGütersloh
Einwohner100.861 (31. Dez. 2019)
BundeslandNRW

Gütersloh: Zusammenhang mit Corona-Impfung in keinem Fall nachgewiesen

Die Verunsicherung bei den Menschen führt dazu, dass immer mehr Menschen die Notaufnahme des Krankenhauses am Stadtring Kattenstroth 130 in Gütersloh aufsuchen. „Bei uns gibt es tatsächlich mehrere Patienten täglich, die nach einer Impfung über Kopfschmerzen klagen und akute medizinische Hilfe suchen“, teilte die Pressesprecherin des Sankt-Elisabeth-Hospitals Nadine Mense (35) der NW mit. In keinem Fall wurde ein Zusammenhang mit Astrazeneca nachgewiesen. Seit dem 6. April ist die Corona-Impfung beim Hausarzt* möglich.

Die Angst vor der gefürchteten Sinusvenen-Thrombose im Hirn ist dennoch nicht allen Patienten, die sich im Impfzentrum Gütersloh oder beim Hausarzt mit Astrazeneca impfen lassen haben, zu nehmen. Am Freitag (9. April) sorgte nun auch noch ein anderer der vier in Deutschland zugelassen Corona-Impfstoffe* für Schlagzeilen. Nach einem Todesfall in den USA prüft die EMA nun auch bei Johnson & Johnson einen Zusammenhang mit Blutgerinnseln*, wie merkur.de berichtet.

Gütersloh: Weiteres Krankenhaus im Kreis registriert vermehrt Kopfschmerz-Patienten

Neben dem Sankt-Elisabeth-Hospital vermeldete im Kreis Gütersloh zuletzt noch ein weiteres Krankenhaus steigende Patienten-Zahlen in der Notaufnahme. Auch im Sankt-Vinzenz-Hospital in Rheda-Wiedenbrück finden sich immer mehr Menschen nach einer Corona-Impfung mit Astrazeneca ein, die unter Kopfschmerzen leiden und schlimmeres befürchten. „In den vergangenen Wochen haben sich tatsächlich vereinzelte Patienten wegen Beschwerden nach einer Astrazeneca-Impfung in der Zentralen Notfallaufnahme vorgestellt“, erklärte die Geschäftsführung der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen auf Anfrage des Westfalen-Blatts.

Das Unternehmen fügte hinzu, dass die gleichen Symptome auch nach der Corona-Impfung mit dem Biontech-Präparat von Pfizer* aufgetreten seien. Auffälligkeiten speziell nach Impfungen mit Astrazeneca habe man hier noch nicht registriert. Neun Corona-Patienten werden aktuell (Stand: Donnerstag, 8. April) im Sankt-Vinzenz-Hospital stationär behandelt. Ein Patient befindet sich auf der Intensivstation und ist an einem Beatmungsgerät angeschlossen.

Am 9. März 2020 ist in einer Stadt in Ostwestfalen* ein junger Mensch verstorben. Die Person wurde rund zwölf Tage vorher geimpft. Ein Gutachten der Uni Münster* und der Uni Greifswald ergab nun, dass der Tod der 32-jährigen Frau aus Herford im Zusammenhang mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca steht. (*msl24 und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.)

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