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  5. Betrunkener Coesfelder zieht randalierend durch die Stadt und hält Polizisten auf Trab

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Randale in Coesfeld

Anzeigen, Platzverweise, Zelle: Betrunkener hält Polizei auf Trab

Wenn keinerlei Warnungen fruchten, muss man eben durchgreifen: Dies bekam ein betrunkener Coesfelder am vergangenen Donnerstag (7. Juni) zu spüren, als er nicht nur die Polizei ordentlich auf Trab hielt.

Von Lea Sarah Wolfram

Coesfeld – Man sollte meinen, zwei Platzverweise und eine Ausnüchterung in der Polizeizelle sollten reichen - aber weit gefehlt: Wegen dieses 48-jährigen Coesfelders ließ musste die Polizei gleich mehrfach ausrücken.

  • 15.40 Uhr: Am Nachmittag wurde die Polizei Coesfeld das erste Mal auf den betrunkenen Mann (48) aufmerksam: Dieser beleidigte nämlich auf "unflätige Weise" eine 31-jährige Lüdinghausenerin an einer Eisdiele auf dem Marktplatz, so die Beamten. Diese rückten an, nahmen eine Anzeige wegen Beleidigung und Beleidigung auf sexueller Grundlage auf und erteilten dem 48-Jährigen einen Platzverweis. Doch die Uniformierten und der Coesfelder sollten an dem Abend noch öfter das Vergnügen haben.
  • 16.25 Uhr: Der Betrunkene kehrte nämlich zurück und machte erneut Randale: Er stritt mit einem Marktbeschicker aus Lüdinghausen. Er hätte auch ein Messer dabei, drohte er. Der Coesfelder holte dann zum Schlag gegen den Lüdinghausener aus - und fiel beim Versuch jedoch in den Marktbrunnen. Die Polizei rückte um 16.25 Uhr also erneut an, nahm wieder eine Anzeige auf und durchsuchte den Randalierer nach dem angeblichen Messer - sie fanden aber keins. Mit richterlicher Bestätigung ging es für den Coesfelder erst einmal in die Polizeizelle.
  • 1.49 Uhr: Bis 20.50 Uhr blieb der Betrunkene auf der Wache - zur Beruhigung und damit er nicht noch mehr Blödsinn anstellt. Aber die Ruhe währte nicht lange: Um 1.49 Uhr war der trinkfreudige Coesfelder wieder auf dem Marktplatz unterwegs: Stühle umschmeißend und laut singend zog er durch die Stadt. Auch mit lauter Musik strapazierte er die Nerven der Anwohner. Wieder rückte die Polizei aus, wieder folgte ein Platzverweis. Aber die Nacht war ja noch jung.
  • 2.25 Uhr: Kurze Zeit später spielte der Störenfried erneut laute Musik ab, diesmal im Rathauseingang. Aber dann war endgültig Schluss mit lustig: Es ging wieder ab in die Zelle. Am Freitagmittag war er dann einigermaßen ausgenüchtert und musste den Beamten Rede und Antwort stehen. Auch eine Gefährderansprache musste er sich anhören: Ihm wurden die Folgen seines Verhaltens noch einmal missverständlich klar gemacht. Das fruchtete wohl - der 48-Jährige machte sich einsichtig von dannen, berichtet die Polizei.
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