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Keine Evakuierung nötig

Reste von Brandbomben entdeckt – Untersuchung an der A30 beendet

Bad Oeynhausen

Sprengstoffexperten vermuteten auf einem Hof nahe der A30 in Bad Oeynhausen eine Bombe. Für die Überprüfung blieb die Autobahn voll gesperrt.

Von Dario Teschner

Wegen eines Bombenverdachts wurde die A30 bei Bad Oeynhausen voll gesperrt (Symbolbild). Foto: Uwe Zucchi/David Young/dpa (Collage: hallo24.de)

Update: 29. November. Auf dem Gelände eines Reiterhofes an der Jahnstraße nahe der A30 wurde eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg haben am Sonntag (28. November) den Verdachtspunkt im Bad Oeynhauser Stadtteil Werste untersucht. Dabei stießen sie allerdings nur auf Reste von Brandbomben.

Rund 35 Kilogramm Phosphor wurden bei dem Einsatz sichergestellt. Eine Evakuierung war nach der Überprüfung nicht mehr nötig. Die rund 3000 Bürgerinnen und Bürger aus Bad Oeynhausen und Löhne, die von der Räumung betroffen gewesen wären, mussten ihre Wohnungen und Häuser nicht verlassen. Auch eine längere Sperrung der A30 musste nicht in Erwägung gezogen werden. 

Bombe an der A30 vermutet: Vollsperrung am Sonntag

Erstmeldung: 26. November. Im Stadtteil Werste in Bad Oeynhausen wird ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Am kommenden Sonntag (28. November) soll der Verdachtspunkt geöffnet werden. Für diese Maßnahme muss auch die Autobahn 30 zeitweise voll gesperrt werden, sodass es in beiden Fahrtrichtungen zu Staus kommen kann.

Bombe in Bad Oeynhausen? Vorbereitungen für mögliche Entschärfung laufen

In Bad Oeynhausen (Minden Lübbecke) bereiten sich die Behörden auf die mögliche Entschärfung einer Weltkriegsbombe vor. Ursprünglich sollte die Überprüfung schon vor etwa einem Jahr stattgefunden haben, nachdem auf einem Baugrundstück in Werste ein metallischer Gegenstand im Erdreich festgestellt worden war. Das Coronavirus machte den Behörden jedoch einen Strich durch die Rechnung. 

Nun wird die Stelle am 1. Advent ausgebuddelt. Sollte in Werste tatsächlich eine Bombe im Erdreich schlummern, droht eine Evakuierung. Je nach Größe und Art des Blindgängers müssten Häuser und Wohnungen in einem Radius von 500 bis 1000 Meter geräumt werden. Etwa 3000 Menschen aus Bad Oeynhausen und Löhne könnten betroffen sein. Für diesen Fall stehen Notunterkünfte bereit.

Ob jedoch tatsächlich geräumt werden muss, steht erst dann fest, wenn der Verdachtspunkt genaustens von den Experten des Kampfmittelräumdienstes untersucht worden ist. Für Fragen rund um die Evakuierung und Entschärfung in Bad Oeynhausen wurde eine Telefon-Hotline mit der Rufnummer 05731 14/10 00 eingerichtet. Diese ist seit dem 15. November 2021 zu folgenden Zeiten erreichbar: 

  • Von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 12.30 Uhr
  • Samstag (27. November), von 9 bis 15 Uhr
  • Sonntag (1. Advent), von 8 bis 17.30 Uhr (beziehungsweise bis Einsatzende)

Alternativ steht auch die E-Mail-Adresse rathaus-direkt@badoeynhausen.de als Kontaktmöglichkeit zur Verfügung.

Bombenentschärfung in Bad Oeynhausen: A30 ab 13 Uhr gesperrt

Um 10 Uhr werde mit dem Aufbau der Verkehrsführung begonnen, teilte Autobahn Westfalen mit. Spätestens ab 13 Uhr wird die A30 dann zwischen den Anschlussstellen Gohfeld und Bad Oeynhausen-Nord in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt sein. Auch die Zufahrt von der A2 aus Fahrtrichtung Hannover kommend auf die A30 in Fahrtrichtung Osnabrück ist von der Sperrung betroffen. 

Wegen der Vollsperrung kann es am Sonntag zeitweise zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Deshalb werden ortskundige Autofahrer und Fernfahrer darum gebeten, weiträumig auszuweichen. Sobald die Überprüfung des Verdachtspunktes abgeschlossen ist, beziehungsweise eine gefundene Bombe in Bad Oeynhausen erfolgreich entschärft wurde, kann der Autobahnabschnitt der A30 wieder für den Verkehr freigegeben werden.

A30-Sperrung: Keine Umleitungen ausgeschildert

Autobahn Westfalen erklärte zudem, dass wegen des geringen Vorlaufs keine Umleitungen ausgeschildert werden konnten. Um Staus auf der A30 bei Bad Oeynhausen zu vermeiden, wird der Fernverkehr gebeten, den Gefahrenbereich weiträumig zu umfahren. Wer in Fahrtrichtung Osnabrück unterwegs ist, kann ab dem Kreuz Bad Oeynhausen über die A2 bis zum Kreuz Bielefeld fahren und gelangt so über die A33 zum Autobahnkreuz Osnabrück-Süd.

Außerdem gibt es noch eine weitere Möglichkeit, die Sperrung auf der A30 zum Umfahren. Auf der A2 in Richtung Dortmund kann man die Autobahn an der Abfahrt Vlotho-West verlassen und gelangt dann auf die B611. Die Bundesstraße führt direkt zur A30-Anschlussstelle Gohfeld. Dieselben Ausweichmöglichkeiten gelten auch für Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Hannover unterwegs sind.

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