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Auch die Region betroffen

Verspätungen und Ausfälle: Wieso der Bahnverkehr derzeit im Chaos versinkt

Der Bahnverkehr in NRW läuft derzeit alles andere als rund. Das Unternehmen hat momentan einen außergewöhnlich hohen Krankenstand zu vermelden.

Von Sohrab Dabir

Die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn lässt weiter nach. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Verspätungen und komplett ausgefallene Züge sorgten in den vergangenen Tagen immer wieder für viel Ärger bei den Reisenden und für Kritik an der Deutschen Bahn. Grund für das Bahnchaos in NRW ist vor allem die angespannte Personallage, die das Unternehmen ausgerechnet in der Ferienzeit trifft. 

Einen Krankenstand von 35 Prozent vermeldete die Leitstelle der Deutschen Bahn laut einer Sprecherin in den vergangenen Tagen. Betroffen von den Ausfällen sind auch einige Strecken im Münsterland und Ostwestfalen. So wurden für die RB 61 zwischen Osnabrück und Rheine Ersatzbusse eingerichtet, da die Verbindung zeitweise nicht mehr befahren werden konnte. Der RE 6, der von Köln über Bielefeld bis Minden verkehrt, kam zeitweise erst mit dreistündiger Verspätung an.

Chaos bei der Deutschen Bahn: Verkehrsminister fordert Konsequenzen

Bis zum 7. August wird die Verbindung zwischen Duisburg und Dortmund (RB 32) gar komplett gestrichen. Doch nicht nur die angespannte Personallage bei der Deutschen Bahn ist Grund für die vielen Zugausfälle. "Die erhöhten Krankheitsstände, die Urlaubszeit und der große Zuspruch durch das 9-Euro-Ticket stellen die Beteiligten sicherlich vor große Herausforderungen", sagte Oliver Krischer (Grüne), Verkehrsminister von NRW.

Das Chaos bei der Bahn veranlasste den Minister sogar dazu, einen Krisenstab einzuberufen. Die Lage werde als sehr ernst eingeschätzt, heißt es. Krischer betonte, dass bei Problemen, wie sie derzeit auftreten, die Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden müssten. Er nahm neben der Deutschen Bahn auch Bund und Länder in die Pflicht, den Bahnverkehr mit noch mehr finanziellen Mitteln zu unterstützen.

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