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Neun Todesfälle in Altenheim

Besonders hart getroffen: Seniorenheim in Paderborn ist coronafrei

Ende März kam die Hiobsbotschaft aus Paderborn: Im Perthes-Haus gab es einen Corona-Ausbruch. Doch nun kann die Heimleitung gute Nachrichten verkünden.

Von Sven Haverkamp

Coronavirus: Besuche in Altenheimen sehen auch in Paderborn zurzeit oft so aus (Symbolbild) Foto: Peter Dahm
  • In dem Altenheim "Perthes-Haus" in Paderborn wütete das Coronavirus besonders stark.
  • Jeder zweite Bewohner war infiziert.
  • Nun gibt es Entwarnung vonseiten der Heimleitung.

Paderborn – Die Schocknachricht verbreitete sich damals bereits zu Beginn der Corona-Krise. Mitte März wurde bekannt, dass sich insgesamt 36 Personen, sowohl Pfleger, als auch Bewohner, im Perthes-Haus in Paderborn mit dem Coronavirus infiziert hatten. Der erste Fall wurde bekannt, nachdem eine Bewohnerin im Krankenhaus positiv getestet wurde.

So konnte sich das Coronavirus in dem Heim in Paderborn bereits ausbreiten, bevor die Hygiene-Regeln und das Besuchsverbot in Kraft traten. Insgesamt kamen neun Bewohner des Altenheims in Paderborn aufgrund von Covid-19 ums Leben. Doch nun gibt es endlich gute Nachrichten.

NamePerthes-Haus
ZweckSeniorenheim
OrtPaderborn
Kapazität60 Bewohner
Corona-Infektionen36
Todesfälle9

Altenheim in Paderborn ist frei vom Coronavirus

Dem WB gegenüber äußerte sich der Geschäftsführer des Heimes in Paderborn glücklich über den jetzigen Stand in der Einrichtung: "Mit großer Freude und Erleichterung ist festzustellen, dass im Perthes-Haus Paderborn alle Bewohner und Mitarbeiter negativ getestet worden sind. Mittlerweile sind auch alle Mitarbeiter nach der Covid-19-Erkrankung wieder im Dienst und auch die erkrankten Bewohner sind wieder genesen." Mittlerweile entspannt sich die Coronavirus-Situation in Paderborn und ganz OWL. Aktuell (Stand: 29. Mai) gibt es im Kreis nur noch 63 Personen, die akut infiziert sind.

Neben Perthes-Haus in Paderborn: Weitere Einrichtung aus OWL mit guten Nachrichten

Nicht nur das Perthes-Haus in Paderborn wurde schwer vom Coronavirus getroffen. Die Rose-Klinik in Horn-Bad Meinberg (Lippe) musste Ende März sogar komplett evakuiert werden, nachdem es hier einen Massenausbruch des Virus gegeben hatte. Die Evakuierung lief so reibungslos, dass sie als Vorbild für zukünftige Aktionen dieser Art dienen soll. Doch auch in die Rose-Klinik konnten die Patienten bereits wieder einziehen.

Ursprünglich sollte die Reha-Klinik dazu dienen, Krankenhäuser während der Corona-Krise zu entlasten. Eine Nutzung, die aufgrund der sinkenden Infektionszahlen nun hoffentlich nicht mehr nötig sein wird.

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