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Prozess endet

Bluttat: Gefährlicher Verfolgungswahn Ursache einer Messerattacke?

Weil er seinen Vater mit einem Messer lebensgefährlich verletzte, musste sich ein 35-Jähriger vor dem Landgericht Paderborn in einem Prozess verantworten. Dieser endete nun.

Von Dario Teschner

Paderborn – Schwere Vorwürfe erhob die Staatsanwaltschaft gegen einen Angeklagten aus Paderborn-Elsen. Anfang Mai stieg der 35-Jährige in die Wohnung seiner Nachbarn ein. Dort griff er eine Frau und ihren vierjährigen Sohn an und zertrümmerte die Möbel. Anschließend nahm er sich seinen Vater zur Brust. Durch Messerstiche verletzte er ihn lebensgefährlich. Es kam zu einem Gerichtsprozess.

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Paderborn: Messerattacke in Elsen – Mann bedroht Nachbarin und sticht auf Vater ein

Nach der blutigen Messerattacke in Paderborn-Elsen stand von Beginn an die Schuldfrage zur Diskussion. Bei den polizeilichen Ermittlungen deutete sich bereits an, dass mit dem Mann, der Anfang Mai zunächst seine Nachbarin und ihren Sohn attackierte, irgendetwas nicht stimmte. Beide Personen erlitten bei dem Angriff Verletzungen. Doch dabei blieb es nicht.

In Paderborn verletzte der Mann mit einem Messer seinen eigenen Vater lebensgefährlich und wurde daraufhin von der Polizei festgenommen. Der Beschuldigte saß nach der Bluttat in Elsen zunächst in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Paderborn leitete schließlich ein Ermittlungsverfahren gegen ihn ein. Die Behörde sah jedoch von einer Anklage ab und erhob stattdessen eine Antragsschrift im Sicherungsverfahren.

Paderborn: Messerattacke in Elsen – Prozess gegen Mann beendet

Die Entscheidung im Prozess um die Messerattacke in Paderborn-Elsen ist nun am Landgericht gefallen. Der Mann muss nicht ins Gefängnis. Stattdessen wird er in eine Klinik für psychisch kranke Straftäter verlegt. Ein Gutachten ergab, dass der 35-Jährige unter einem gefährlichen Verfolgungswahn leide. Im Maßregelvollzug sollen Ärzte und Therapeuten die paranoide Schizophrenie des Elseners behandeln, berichtet Radio Hochstift am Donnerstag (10. Dezember).

In dem Prozess am Landgericht Paderborn erzählte der Angeklagte, dass er seit mehreren Jahren Stimmen höre, die ihm immer wieder befehlen würden, jemanden fertig zu machen. Meistens habe er die Situation nach eigenen Angaben im Griff. Anfang Mai bewies er jedoch das Gegenteil, als er in die Wohnung seiner Nachbarin eindrang und diese verwüstete. Bei der Familie habe der Vorfall psychische Probleme hinterlassen. Am Ende des Verfahrens entschuldigte sich der Mann für seine Taten und sagte, dass es ihm leid täte.

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