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Baby schwer verletzt

Nach Grillunfall – Polizei leitet Ermittlungen ein

Bünde

Der Grillunfall in einer Wohnung in Bünde könnte ein Nachspiel haben. Die Polizei Herford ermittelt offenbar gegen die Familie.

Von Dario Teschner

Bei einem Unfall mit einem Holzkohlegrill in einer Wohnung sind mehrere Personen zum Teil schwer verletzt worden, die von der Feuerwehr gerettet werden mussten (Symbolbild). Foto: Boris Roessler/dpa

Update: 3. Februar, 12.13 Uhr. Nach dem Grillunfall in Bünde ermittelt die Polizei Herford offenbar wegen gefährlicher Körperverletzung. Das berichtete Radio Herford am Mittwoch (2. Februar) und beruft sich dabei auf die Aussage eines Polizeisprechers. 

An der Holser Straße in Bünde hatten die Bewohner eines Mehrfamilienhauses draußen mit einem Holzkohlegrill gegrillt und diesen anschließend in ihre Wohnung gestellt, um die Resthitze zu nutzen. Acht Familienmitglieder kamen mit Verdacht auf Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus. Ein Baby (5 Monate) musste auf der Intensivstation behandelt werden. Der Gesundheitszustand des Kindes soll sich inzwischen stabilisiert haben, hieß es in dem Bericht von Radio Herford.

Bünde: Baby liegt nach Grillunfall auf der Intensivstation

Update: 2. Februar, 10.04 Uhr. Ein fünf Monate altes Baby, das bei dem Grillunfall in Bünde verletzt wurde, muss nach WDR-Informationen aufgrund einer Rauchgasvergiftung derzeit auf der Intensivstation behandelt werden. Die anderen Familienmitglieder kamen nicht ernsthaft zu Schaden.

In Bünde hatte die Familie draußen einen Holzkohlegrill betrieben und diesen, als es kalt wurde, mit in die Wohnung genommen. Vor einem solchen Verhalten warnt die Feuerwehr: Auch wenn die Kohle nicht mehr heiß sei, könne durch die Glut noch giftiges Kohlenmonoxid ausstoßen.

Bünde: Mehrere Verletzte bei Grillunfall – darunter auch Kinder

Erstmeldung: 2. Februar, 7.15 Uhr. Am Dienstagabend (1. Februar) gegen 20 Uhr ging bei der Rettungsleitstelle im Kreis Herford ein Notruf ein. Die Feuerwehr erhielt Kenntnis von einem Grillunfall in einer Wohnung an der Holser Straße in Bünde, bei dem mehrere Personen, darunter auch Kinder, zu Schaden gekommen sein sollen. Rund 70 Kräfte rückten daraufhin zum Einsatzort aus. 

Die Kohlenmonoxid-Melder an der Einsatzkleidung der Feuerwehrleute lösten aus, nachdem sie die betroffene Wohnung in dem Mehrfamilienhaus in Bünde betreten wollten. Vor Ort stellten sie fest, dass in den Räumlichkeiten ein kleiner Holzkohlegrill betrieben wurde. Mit diesem hatte die Familie offenbar zuvor noch draußen gegrillt. Um die Resthitze zu nutzen, sei der Grill dann in die Wohnung getragen worden.  

Die Feuerwehr brachte die Personen aus der Wohnung. Bei dem Grillunfall in Bünde hat es ersten Erkenntnissen zufolge acht Verletzte gegeben, berichtete das Westfalen-Blatt. Unter den Opfern sollen sich auch ein Baby und ein Schulkind befinden. Sie kamen nach notärztlicher Versorgung mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser. Des Weiteren soll eine Person in Lebensgefahr schweben. 

Bünde: Rettungsdienst nach Grillunfall im Krankenhaus

Auch der Rettungsdienst atmete bei dem Einsatz in Bünde giftige Gase ein. Die Besatzung sei Medienberichten zufolge zur Behandlung in eine Klinik gebracht worden. 

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bünde trugen den Holzkohlegrill nach draußen und führten anschließend Messungen in der Wohnung durch. Kohlenmonoxid konnte dabei nicht mehr festgestellt werden. Warum genau die Familie in den Räumlichkeiten einen Grill betrieben hat, ist noch unklar. Die Beamten der Polizei Herford haben die Ermittlungen zu dem Fall aufgenommen.

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