1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Region
  4. >
  5. Büren – Kind beim Spielen gestorben: War schlampige Arbeit Schuld?

  6. >

Tödliches Unglück

Kind beim Spielen gestorben: War schlampige Arbeit Ursache des Unfalls?

Büren

Ein Siebenjähriger ist beim Klettern von einer Gedenkstätte gestürzt und dabei tödlich verunglückt. Die ersten Ermittlungen in der Sache zeigen, dass das Unglück hätte verhindert werden können.

Von Sohrab Dabir

Auf diese Gedenkstätte in Büren kletterte ein Junge und verstarb daraufhin. Foto: Andreas Dunker/dpa

Es war ein tragisches Unglück, das sich vergangene Woche im Kreis Paderborn ereignet hatte: Ein Siebenjähriger kletterte am Donnerstag (11. November) auf ein Gedenkkreuz, das daraufhin umkippte und den Jungen unter sich begrub. Das Kind verstarb noch an der Unfallstelle in Büren.

Am Montag (15. November) wurde der Leichnam des Kindes durch die Rechtsmedizin in Münster obduziert. Das vorläufige Gutachten stellte bei dem Siebenjährigen ein Schädel-Hirn-Trauma fest. Wie die weiteren Ermittlungen in dem Fall zeigen, war das tödliche Unglück in Büren wohl vermeidbar und könnte das Resultat unzulängerlicher Arbeit gewesen sein. 

Wer trägt Schuld am Tod des Kindes in Büren?

Denn zeitgleich wurde auch das Gedenkkreuz untersucht, das sich auf der L637 in Büren-Brenken befindet. "Demnach war die Verdübelung des Sandsteinkreuzes mit dem Unterbau nicht fachgerecht ausgeführt worden", heißt es in einem Bericht der Polizei Paderborn.

Neben dem Dübeldurchmesser war auch die angebrachte Dübellänge nicht ausreichend, um das Kreuz standfest zu machen. Dass der zentnerschwere Stein nicht richtig befestigt gewesen war, wäre nach Erkenntnissen der Polizei aufgefallen, hätte eine "ordnungsgemäße Überprüfung des Gedenkkreuzes" stattgefunden.

Fest steht zudem, dass die im Jahr 1941 erbaute Gedenkstätte auf den Flächen des Landes NRW steht. Für das an der Böschung neben der L637 in Büren platzierte Kreuz sei der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig, heißt es weiter.

Ob und inwiefern Erbauer oder Auftraggeber das Kreuz über die Jahre gewartet haben, sei ebenfalls unklar. "An dem Kreuz sind Reparaturen jüngeren Datums ausgeführt worden", berichtet die Polizei. Wer nun in der Sache verantwortlich ist und gegebenenfalls die Schuld am tödlichen Unglück trägt, muss noch weiter ermittelt werden.

Startseite
ANZEIGE