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Feiertag

Corona/NRW: Bollerwagen-Tour am 1. Mai – was ist erlaubt und wo drohen Strafen?

Bier, Bollerwagen und Bauernschaft – das ist auch 2021 möglich, wenn auch stark eingeschränkt. Bei msl24.de lesen Sie mehr dazu, was in NRW am 1. Mai erlaubt und verboten ist und welche Strafen drohen könnten.

Von Lea Sarah Wolfram

Münsterland/NRW – Am 1. Mai mit Freunden und Bollerwagen durch die Bauernschaft ziehen und gemeinsam das eine oder andere Bierchen trinken – das ist auch im zweiten Jahr der Coronavirus-Pandemie nicht wirklich drin. In NRW gelten wie überall in Deutschland durch die Bundes-Notbremse einheitliche und strenge Regeln, die die beliebten Gruppen-Touren an diesem Feiertag, der dieses Jahr auf einen Samstag fällt, verbieten. Doch was ist denn nun erlaubt und was verboten – und wie hoch sind die Strafen bei Verstößen?

Mit oder ohne Bundes-Notbremse: Welche Corona-Regeln gelten am 1. Mai in NRW?

Eines vorweg: Ein pauschales Bollerwagen- oder Alkoholverbot in der Öffentlichkeit gibt es in NRW nicht. Theoretisch ist es also möglich und erlaubt, eine (Bollerwagen-)Wanderung am 1. Mai und am Vatertag beziehungsweise Christi Himmelfahrt (13. Mai) zu machen – vorausgesetzt, es wird keine Party veranstaltet und die geltenden Corona-Regeln werden eingehalten. Zudem ist natürlich die Einkehr in Biergärten, Kneipen oder Restaurants momentan nicht möglich, da diese noch geschlossen sind. Abgeholte Speisen dürfen zudem erst in einer Entfernung von 50 Metern verspeist werden.

Ausschlaggebend ist deswegen vor allem, ob die Bundes-Notbremse in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt gezogen werden musste oder nicht, denn daran orientieren sich die zu beachtenden Auflagen, die in der Coronaschutzverordnung des Landes NRW und der Bundes-Notbremse festgeschrieben sind.

Die Bundes-Notbremse gilt in meinem Kreis/in meiner Stadt:

  • Kontakte: Es dürfen sich nur Angehörige eines Hausstandes mit maximal einer weiteren Person treffen – also zum Beispiel ein Pärchen mit einem weiteren Freund. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit. Paare, die nicht zusammen wohnen, gelten als ein Hausstand. Personen, die nicht aus einem Haushalt stammen, müssen Abstand (1,5 Meter) zueinander halten.
  • Ausgangsbeschränkungen: Es gilt eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr. (Es können lokal strengere Bestimmungen gelten, zum Beispiel bereits ab 21 Uhr.)
  • Feiern: Partys und Feiern sind untersagt.

Die Bundes-Notbremse gilt in meinem Kreis/meiner Stadt nicht:

  • Kontakte: Es dürfen sich nur Angehörige eines Hausstandes mit maximal einer weiteren Person treffen oder maximal fünf Personen aus zwei Haushalten. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit. Paare, die nicht zusammen wohnen, gelten als ein Hausstand. Personen, die nicht aus einem Haushalt stammen, müssen Abstand (1,5 Meter) zueinander halten.
  • Ausgangsbeschränkungen: keine
  • Feiern: Partys und Feiern sind untersagt. Volksfeste und ähnliche Veranstaltungen sind bis zum 30. Juni 2021 untersagt.

Dazu kommen natürlich noch mögliche Auflagen von Kreisen und Städten, die diese in einer Allgemeinverfügung festschreiben können und die strengere Maßnahmen als die der Bundes-Notbremse vorsehen könnten. Theoretisch steht aber einer Bollerwagen-Tour in NRW am 1. Mai oder am Vatertag in kleiner Runde nichts im Wege – zum Beispiel für Familien oder Pärchen samt FreundIn. Am besten kommen hierbei natürlich Wohngemeinschaften bei weg, da diese als ein Hausstand gelten. Nur, wie gesagt: Partys sind tabu, ob Zuhause, unterwegs oder sonst wo.

1. Mai im Münsterland: Kreise Borken, Coesfeld und Steinfurt kündigen Corona-Kontrollen an

Im Münsterland wurden für den 1. Mai bereits Kontrollen in mehreren Landkreisen angekündigt: „Meine dringliche Bitte ist: Halten Sie die Kontaktverbote ein und respektieren Sie die Einschränkungen“, sagte zum Beispiel Kai Zwicker (CDU), Landrat im Kreis Borken. Polizei und Ordnungsamt würden die Einhaltung der Corona-Regeln überprüfen und Verstöße ahnden. Deswegen sei es besser, komplett auf Ausflüge zu verzichten, wie Zwicker auch mit Blick auf den Infektionsschutz empfiehlt.

Auch der Kreis Coesfeld weist darauf hin, dass eine Begehung des Maifeiertages dieses Jahr nur unter Berücksichtigung der Corona-Auflagen gestattet sei. Hier sei das Ordnungsamt ebenfalls im Einsatz. „Es sind nach wie vor besondere Zeiten, die viel von den Bürgerinnen und Bürgern abverlangen“, sagte Landrat Christian Schulze Pellengahr (CDU). „Wir alle müssen, wie bisher, zusammenhalten, aufeinander Rücksicht nehmen und uns an die Regeln halten. Das ist besonders wichtig, um sowohl sich selbst als auch Mitmenschen zu schützen und das Infektionsgeschehen weiter einzudämmen.“ Auch der Kreis Gütersloh kündigte verstärkte Kontrollen am 1. Mai an*.

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Martin Sommer (parteilos), Landrat des Kreises Steinfurt, appellierte wie seine Kollegen ebenso an die Einhaltung der Hygiene-Maßnahmen und bat die Bürger, von Treffen am 1. Mai möglichst abzusehen: „Die Reduzierung unserer Kontakte auf ein Minimum ist neben der Impfung die wirksamste Möglichkeit, das Pandemiegeschehen in den Griff zu bekommen. Diese Perspektive sollten wir nicht durch Zusammenkünfte gefährden, auch nicht am 1. Mai. Auf Treffen oder Ausflüge mit Freunden muss noch einmal verzichtet werden.“ Nicht in allen Kreisen im Münsterland gelten derzeit Bundes-Notbremse und Ausgangssperren. Auch die kreisfreie Stadt Münster musste die Bundes-Notbremse bisher nicht umsetzen. (Bei msl24.de lesen Sie, welche Corona-Regeln am 1. Mai in Münster gelten.)

NRW/Münsterland: Verstöße gegen Corona-Auflagen (nicht nur) am 1. Mai – welche Strafen drohen?

Wer gegen die geltenden Corona-Regeln verstößt, muss mitunter tief ins Portemonnaie greifen. Auf der Internetseite der Staatskanzlei NRW stellt das Land einen Bußgeldkatalog bereit. Dort können die Bürger einsehen, welche Zahlungen bei welchen Verstößen fällig werden – folgende dürften vor allem am 1. Mai relevant sein:

Veranstalten einer Party oder vergleichbaren Feier (§ 2 Abs. 1)Veranstalter: 500 Euro
Teilnahme an einer Party oder vergleichbaren Feier (§ 2 Abs. 1)Teilnehmende Person: 250 Euro
Zusammentreffen im öffentlichen Raum mit anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Hausstands und höchstens einer Einzelperson aus einem anderen Hausstand oder als Einzelperson mit anderen Personen als Angehörigen eines einzigen anderen Hausstands, wobei die Einzelperson von zu betreuenden Kindern aus ihrem Hausstand oder in Wahrnehmung eines Umgangsrechts begleitet werden kann (§ 2 Abs. 1a i.V.m. Abs. 2 Nr. 1a und 2)Teilnehmende Person: 250 Euro
Verzehr von Lebensmitteln im Umkreis von 50 Metern um diejenige Verkaufsstelle, in der die Lebensmittel erworben wurden (§ 11 Abs. 5)Kunde: 100 Euro
Durchführung von großen Festveranstaltungen (§ 13 Abs. 3)Veranstalter/Organisator: 5.000 Euro
Teilnahme an großen Festveranstaltungen (§ 13 Abs. 3)Teilnehmende Person: 250 Euro
Durchführung eines Festes mit erkennbar mehr als 25 Teilnehmern (§ 15a Abs. 3)Veranstalter/Organisator: 500 bis 2500 Euro je nach Größe der Veranstaltung
Teilnahme an einem Fest mit erkennbar mehr als 25 Teilnehmern (§ 15a Abs. 3)Teilnehmende Person: 250 Euro
Durchführung eines Festes mit erkennbar mehr als 50 Teilnehmern (§ 15a Abs. 2)Veranstalter/Organisator: 500 bis 2500 Euro, je nach Größe der Veranstaltung
Teilnahme an einem Fest mit erkennbar mehr als 50 Teilnehmern (§ 15a Abs. 2)Teilnehmende Person: 250 Euro

Auch beim Verstoß gegen die Ausgangssperre drohen Geldstrafen. (*owl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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