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Corona-Maßnahmen

Booster, 2G, Impfzentren: Das sind die neuen Beschlüsse der Gesundheitsminister

Angesichts der Corona-Lage in Deutschland haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie festgelegt.

Von Sohrab Dabir

Zwei Tage lang tagten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern in Lindau am Bodensee, um über weitere Corona-Maßnahmen zu sprechen. Seit Tagen vermeldet Deutschland einen Höchststand an Neuinfektionen, die Inzidenz von über 169 bereitet nicht nur den Ministern Sorge.

"Die Lage ist teilweise dramatisch, besorgniserregend und alles andere als entwarnend", erklärte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Deutschland befände sich noch mitten in einer Notlage, weswegen die epidemische Lage von nationaler Tragweite vorerst auch nicht beendet werden soll. Dies hatte vor wenigen Wochen Jens Spahn (CDU) gefordert

Corona-Maßnahmen: Booster-Impfungen für alle beschlossen

Der Bundesgesundheitsminister aus dem Münsterland berichtete auf der gemeinsamen Pressekonferenz von einer starken Belastung des Pflegepersonals in Deutschland. Einige seien "ausgebrannt", zudem herrsche Frust darüber, dass die bisherige Impfkampagne für keine Entlastung ihrer Arbeit gesorgt habe. "Jeder, der Corona leugnet, der sagt, dieses Virus ist nicht so schlimm, jeder, der zögert, überlegt, ob er sich impfen lassen soll oder nicht, jeder, der glaubt, er ist gesund, jung, unverwundbar, sollte vielleicht einfach mal mit Pflegekräften, vor allem Intensivpflegekräften und Medizinern, sprechen", lautete sein Appell an einen Teil der Bevölkerung.

Es läge nun an jedem einzelnen, betonte Jens Spahn. Gemeinsam mit den Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsministern der Ländern wurden daher folgende Maßnahmen getroffen:

  • Die 2G-Regel soll überregional zur flächendeckenden Maßnahme werden. Vor allem in Corona-Hotspots und Landkreisen mit hohen Fallzahlen soll die Regel anwegendet werden.
  • In Alten- und Pflegeheimen soll es eine Testpflicht geben – sowohl für Personal, als auch für Besucher und unabhängig vom Impfstatus. 
  • Jeder Bürger in Deutschland soll eine Booster-Impfung erhalten. Bedingung hierfür ist, dass die zweite Corona-Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt.
  • Um die Booster-Impfungen zu bewerkstelligen, sollen auch die Impfzentren teilweise wieder hochgefahren werden.

Corona: Jens Spahn spricht über Impfpflicht

Erst vergangenen September wurden die Impfzentren in Deutschland geschlossen. Nun sollen sie die Hausärzte dabei unterstützen, die Booster-Impfungen zu verabreichen. "Es dauert, bis wir die volle Kapazität wieder hochfahren können, aber wir können sie stufenweise wieder hochfahren", betonte Klaus Holetschek. Es sollen jedoch nicht alle Impfzentren reaktiviert werden, vielerorts sollen diese auf Standby bleiben und auf mobile Impfteams gesetzt werden. Die Stadt Münster hatte zum Beispiel bereits erklärt, ihr Impfzentrum nicht wieder zu öffnen

Eine mögliche Impfpflicht, vor allem in Pflegeberufen, ließ Jens Spahn noch offen, befürwortete jedoch die Diskussion darüber. "Wer mit alten oder verwundbaren Menschen arbeitet, hat eine moralische Verpflichtung sich zu impfen", lautete sein Apell an die Berufsgruppe.

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