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Corona

Stiko will Booster-Impfung ab 18 Jahren empfehlen

Im Kampf gegen die vierte Welle werden derzeit mehrere Maßnahmen ergriffen. Darunter ist auch die Booster-Impfung, die nun von der Stiko für alle Erwachsenen empfohlen werden soll.

Von Sohrab Dabir

In NRW hat mittlerweile jeder Zwanzigste eine Booster-Impfung bekommen. Foto: Friso Gentsch/dpa

Wie kann die vierte Corona-Welle gestoppt werden? Am Dienstag (16. November) versuchte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die Frage bereits zu beantworten, indem er für das gesamte Bundesland die Einführung der 2G-Regel im Freizeitbereich angekündigt hatte. Nun soll es auch in Sachen Impfungen Neues geben.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, kündigte am selben Tag im ZDF-Talk bei Markus Lanz an, dass die Booster-Impfung für alle Personen ab 18 Jahren empfohlen werde. Man werde am Mittwoch (17. November) "über die nächste, sozusagen die fortgeschriebene Empfehlung beraten, und das wird nicht lange dauern" bis die Empfehlung für alle Erwachsene kommen werde, so Mertens in der Talkshow.

Booster-Impfung für Erwachsene: Markus Lewe fordert unterstützung vom Bund

Bislang hatte die Stiko die Booster-Impfung nur für ältere Personen ab 70 Jahren und immunschwache Menschen sowie für das Personal in medizinischen Einrichtungen empfohlen. Erst knapp elf Prozent der über 60-Jährigen in Deutschland seien bisher drittgeimpft worden, erklärte Mertens bei Markus Lanz. Es fehle derzeit an Kapazitäten, da die "Hausärzte stark gefordert" seien, so der Stiko-Chef weiter. Auch Markus Lewe, Oberbürgermeister von Münster und Vizepräsident des Deutschen Städtetages, forderte in der Tagesschau massive Hilfen für die niedergelassenen Ärzte.

"Es gibt ja auch noch die Grippe-Impfung, es sind die vielen, die sich jetzt Boostern lassen und es kommen jetzt natürlich noch die Kinder hinzu. Das sind wahnsinnige Zuläufe", sagte Lewe im Hinblick auf die in weiten Teilen noch geschlossenen Impfzentren. Er fordert vom Bund, die Impfkapazitäten zur Verfügung zu stellen, "und zwar so schnell wie möglich". Der Kreis Warendorf hatte als erster Kreis in der Region sein Impfzentrum wieder öffnen lassen.

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