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Neue Regelung

Corona-Bürgertests nicht mehr kostenlos – was sich jetzt ändert

Bislang konnte jeder Bürger so oft er wollte einen kostenlosen Bürgertest gegen Corona machen lassen. Ab Donnerstag sind diese kostenpflichtig. Ausnahmen gibt es jedoch

Von Sohrab Dabir

An den zahlreichen Teststationen und Apotheken in Deutschland konnten die Menschen bislang problem- und kostenlos einen Bürgertest machen und prüfen, ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Zeit der kostenfreien Tests ist ab Donnerstag (30. Juni) jedoch für die meisten vorbei.

Dann werden nämlich pro Bürgertest drei Euro fällig. Dies hatte das Bundesgesundheitsministeriums jüngst beschlossen. "Ich will keinen Hehl daraus machen, ich hätte die kostenlose Bürgertests für alle gern weitergeführt", sagte Karl Lauterbach (SPD) dazu. Aufgrund der angespannten Haushaltslage im Bund sei dies jedoch nicht mehr möglich. Knapp eine Milliarde Euro schlucken die kostenlosen Bürgertests jeden Monat. Bestimmte Bevölkerungsgruppen können jedoch weiterhin von dem kostenfreien Angebot profitieren.

Wer den Corona-Bürgertest machen darf – und wer nicht

Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Corona impfen können, haben weiterhin die Möglichkeit, einen kostenlosen Bürgertest wahrzunehmen. Darunter fallen unter anderem Frauen, die sich im ersten Schwangerschaftsdrittel befinden. Daneben gilt das Angebot auch weiterhin für Haushaltsangehörige von Infizierten, Kinder bis fünf Jahre sowie Besucher von Pflegeheimen, Kliniken und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Auch Personen, die nach einer Corona-Infektion einen Nachweis brauchen, dass sie wieder negativ sind, können den kostenlosen Bürgertest in Anspruch nehmen. Den Drei-Euro-Test kann jedoch zukünftig nicht jeder nutzen. Gedacht ist das Angebot nur für Besucher von Familienfeiern, Konzerten und anderen Veranstaltungen im Innenraum. Damit sollen Super-Spreader-Events vermieden werden. Als Beleg kann zum Beispiel ein Konzertticket vorgezeigt werden. Wer sich also ohne Grund testen lassen will, kann die Bürgertests dafür nicht nutzen.

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