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Verschärfung der Regeln

Corona-Gipfel: Sorge vor Omikron – Kontaktbeschränkungen für alle beschlossen

Berlin

Die Coronavirus-Variante Omikron bereitet sich weiter aus. Kurzfristig fand deshalb ein Corona-Gipfel statt und neue Regeln wurden beschlossen.

Von Dario Teschner

Beim Corona-Gipfel werden voraussichtlich neue Kontaktbeschränkungen für alle beschlossen (Symbolbild). Foto: Michael Kappeler/dpa (Collage: hallo24.de)

Update: 22. Dezember. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Dienstag haben sich Bund und Länder auf eine Verschärfung der Corona-Regeln verständigt. Die beschlossenen Maßnahmen sollen allerdings erst nach Weihnachten, nämlich ab dem 28. Dezember, gelten. Im Detail sehen die Beschlüsse wie folgt aus: 

  • Ungeimpfte müssen sich weiterhin auf schärfere Corona-Beschränkungen einstellen. Es gelten strenge Kontaktbeschränkungen. Wenn bei einem Treffen eine ungeimpfte Person dabei ist, gilt: Ein Haushalt und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts.
  • Kontaktbeschränkungen für alle: Zusammenkünfte im privaten Bereich sind für Geimpfte und Genesene auf maximal zehn Personen zu beschränken. Diese Regel gilt auch an Silvester. Ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren. 
  • 3G am Arbeitsplatz sowie 2G im Freizeitbereich bleibt bestehen. In einigen Fällen ist auch 2G+ möglich. In so einem Fall wird Geimpften und Genesenen nur dann der Zutritt gewährt, wenn sie einen tagesaktuellen Corona-Test vorzeigen können. 
  • Großveranstaltungen: Großveranstaltungen dürfen nicht mit Zuschauern stattfinden. Besonders betroffen sind Fußballspiele. In der Bundesliga wird es wieder Geisterspiele geben.
  • Clubs und Diskotheken: Bundesweit müssen diese Einrichtungen schließen. 
  • Impfkampagne: Über Weihnachten, Silvester und Neujahr sollen die Corona-Impfungen weiter gehen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) peilt 30 Millionen Booster-Impfungen bis Ende Januar 2022 an. 
  • Kritische Infrastrukturen: Die Bundesregierung bittet darum, die Notfallpläne zu überarbeiten. Die Betreiber kritischer Infrastrukturen (wie beispielsweise Polizei, Feuerwehr, Rettungdienst aber auch Strom- oder Energieversorger) sollen dafür sorgen, dass auch bei hohen Infektionszahlen die Versorgung sichergestellt ist. 

Auch an Weihnachten 2021 gelten in NRW einige Corona-Regeln, die nach den Festtagen noch einmal verschärft werden. Unter anderem gelten dann für alle, egal ob geimpft, genesen oder getestet, Kontaktbeschränkungen. Der nächste Corona-Gipfel wird voraussichtlich am 7. Januar stattfinden. Die Bundesregierung und die Länderchefs wollen die Lage dann neu bewerten und die beschlossenen Schutzmaßnahmen, wenn nötig, verschärfen.

Corona-Gipfel: Es drohen Beschränkungen für alle

Erstmeldung: 20. Dezember. Bund und Länder wollen am Dienstag (21. Dezember) über das weitere gemeinsame Vorgehen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie in Deutschland sprechen. Vor der geplanten MPK kurz vor Weihnachten hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) einen erneuten strengen Lockdown ausgeschlossen. Gleichzeitig warnte der Mediziner jedoch vor der fünften Corona-Welle, die seiner Auffassung nach aufgrund der Omikron-Variante besonders heftig ausfallen dürfte.

Im Zuge der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin sind bereits einige Details aus einer Beschlussvorlage durchgesickert, die am Montagnachmittag (20. Dezember) mehreren Medien vorgelegen haben soll. Aus dem Schreiben geht hervor, dass Bund und Länder in einigen Bereichen über Einschränkungen nachdenken, die sowohl Geimpfte und Genesende als auch ungeimpfte Personen betreffen würden.

Corona-Gipfel: Diese neuen Regeln drohen

Die Menschen in Deutschland müssen sich möglicherweise noch vor Silvester auf strengere Corona-Regeln einstellen. Um die Ausbreitung der Omikron-Variante zu verlangsamen, könnten neue Kontaktbeschränkungen verhängt werden. Umfassende Schließungen, wie etwa im Einzelhandel, in der Gastronomie oder in Schulen, seien aber nicht geplant, sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) am Montag in Berlin. Über folgende Maßnahmen sprechen Bund und Länder: 

  • Kontaktbeschränkungen: Private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen sollen bereits ab dem 28. Dezember nur noch mit bis zu zehn Personen erlaubt sein. Diese Corona-Maßnahme könnte für drinnen und draußen in Kraft treten, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht. Ausgenommen sind Kinder bis einschließlich 14 Jahren. Sobald bei einem Treffen eine ungeimpfte Person dabei ist, gilt: Ein Haushalt und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts.
  • Clubs und Diskotheken: Die Betreiber müssen die Innenbereiche voraussichtlich schließen. In NRW sind die Einrichtungen schon seit Anfang Dezember nicht mehr geöffnet. 
  • Großveranstaltungen: Auch für Großveranstaltungen im Sport-, Kultur- und Freizeitbereich wird es wohl weitere Einschränkungen geben. Diskutiert wird über eine neue, reduzierte Obergrenze für Besucher. 

Dass sich Bund und Länder beim Corona-Gipfel am Dienstag auf neue Kontaktbeschränkungen einigen werden, gilt als sehr wahrscheinlich. Die Schutzmaßnahmen könnten nach Weihnachten in Kraft treten. Schon jetzt steht fest, dass es in NRW zu Silvester 2021 wieder einige Einschränkungen geben wird, denn Feuerwerk und private Tanzpartys müssen auch 2021 wegen Corona ausfallen. 

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