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Pressekonferenz

Spahn führt kostenlose Tests wieder ein – schon ab diesem Wochenende

Berlin

Aufgrund der dramatischen Corona-Lage sollen laut Jens Spahn schon bald kostenlose Tests für alle Bürger angeboten werden. Zudem äußerte sich der Minister zur "2G+"-Regel. 

Von Lea Wolfram

Schon am Samstag sollen die kostenlosen Bürgertests wieder verfügbar sein, wenn es nach Jens Spahn geht. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Der kostenlose Bürgertest soll schon bald zurückkehren, zumindest wenn es nach Jens Spahn geht. Dies kündigte der Bundesgesundheitsminister am Freitag (12. November) auf der Bundespressekonferenz (BPK) zur aktuellen Corona-Lage an.

Spahn wolle noch am Freitag eine entsprechende Verordnung unterzeichnen, sodass bereits am Samstag (13. November) allen Bürgern, auch Geimpften und Genesenen, wieder mindestens ein kostenloser Test pro Woche angeboten werden könnte. "Sie gilt ab morgen", sagte er zur geplanten Verordnung.

Jens Spahn: Infrastruktur für kostenlose Coronatests soll wieder ausgebaut werden

Seit dem 11. Oktober 2021 sind die kostenlosen Bürgertests abgeschafft. Aufgrund der zuletzt rasant angestiegenen Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ändert der Bundesgesundheitsminister nun nach Ankündigungen auch offiziell den Kurs.

Es müsse nun zunächst die Infrastruktur für die kostenlosen Tests wieder ausgebaut werden, erklärte Jens Spahn auf der BPK weiter. Ab kommender Woche würden vermutlich mehr Kapazitäten bei den Testatationen verfügbar sein.

Die Tests sollen nun aber vor allem Sanitätshäuser oder Drogerien vornehmen, wie laut übereinstimmenden Medienberichten zuvor bekannt wurde – so solle verhindert werden, dass wie zuvor etliche Teststationen unkontrolliert aufgebaut würden.

"2G+"-Regelungen und finanzielle Anreize für Ärzte zur Steigerung der Impfquote

Neben der Wiedereinführung kostenloser Bürgertests kündigte Jens Spahn auch an, den Zugang zu Veranstaltungen einzuschränken, wie er auf der BPK ankündigte: "3G war eine gute Idee, aber es blieb zu oft Theorie. 3G blieb zu oft 0G, weil es nicht wirklich kontrolliert worden ist und damit auch keinen wirklichen Effekt erzielen konnte", sagte Spahn.

Weil sich Deutschland fehlende Kontrollen von Nachweisen in der aktuellen Lage nicht mehr erlauben könne und 3G als Maßnahme angesichts der Infektionsdynamik auch nicht mehr ausreiche, müsse nun "2G+" her: Zugang bei Veranstaltungen soll demnach nur noch Geimpften und Genesenen erlaubt sein, wenn sich diese zusätzlich testen. Zudem brauche es 3G am Arbeitsplatz, so Spahn. Dazu solle auch eine gesetzliche Regelung kommen.

Jens Spahn auf der BPK am Freitag (12. November) zur geforderten "2G+"-Regelung

Um die Impfquote anzuheben, kündigte der Gesundheitsminister zudem an, finanzielle Anreize für Ärztinnen und Ärzte zu schaffen. So solle pro Impfung die Vergütung von 20 auf 28 Euro steigen, an den Wochenenden sogar auf 36 Euro. Aktuell sind laut Bundesgesundheitsministerium 67,4 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung vollständig geimpft.

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