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Covid-19

Coronavirus-Mutation aus Südafrika im Kreis Gütersloh nachgewiesen

Bei einer Familie aus dem Kreis Gütersloh ist die südafrikanische Mutation des Coronavirus entdeckt worden. Experten halten die Variante für bis zu 50 Prozent ansteckender.

Von Sven Haverkamp

Gütersloh – Aktuell sind die diversen Coronavirus-Mutationen* Inhalt vieler hitziger Diskussionen in Politik und Wissenschaft. Eine Variation ist „B.1.351“ aus Südafrika, welche nun auch im Kreis Gütersloh nachgewiesen werden konnte. Wie die Kreisverwaltung explizit betont, handele es sich bei der betroffenen Familie, deren Mitgliederanzahl nicht bekannt ist, nicht um Reiserückkehrer.

Die Familie aus dem Kreis Gütersloh habe sich jedoch bei einem privaten Treffen mit Reiserückkehrern aus Südafrika angesteckt. Aktuell befindet sich die Mitglieder in Quarantäne. Weitere Fälle von Infektionen mit der Mutation des Coronavirus sind nicht bekannt. Die Proben wurden im Labor Krone in Bad Salzuflen und in der Virologie des Uniklinikums Köln untersucht.

KreisGütersloh
BundeslandNRW
Einwohner 364.938

Gütersloh: Südafrika-Variante des Coronavirus wohl ansteckender aber nicht tödlicher

Wie Experten eines südafrikanischen Gremiums, welches die Regierung während der Corona-Pandemie unterstützt, mitteilen, sei die Mutation B.1.351 zwar um bis zu 50 Prozent ansteckender als das ursprüngliche Virus. Dass die Variante, die nun auch in Gütersloh auftritt, jedoch auch tödlicher sei, konnte bislang nicht festgestellt werden, wie die südafrikanischen Epidemiologen Salim Abdool Karim und Waasila Jassat bekannt gaben.

Demnach seien in der zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie* in Südafrika zwar mehr infizierte Menschen in die Krankenhäuser eingeliefert worden, die Sterberate habe sich jedoch nicht erhöht. Bislang tauchte die Mutation auch an vielen Stellen in Deutschland auf: NRW (Gütersloh), Baden-Württemberg und Hamburg meldeten bereits Fälle. Immer standen diese in direkter Verbindung mit Südafrika. Es ist jedoch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, da nur wenige Virusproben auf ihr Erbgut untersucht werden.

Coronavirus in Gütersloh: Miele mit neuem Virenfilter

Abgesehen von der Entdeckung der Südafrika-Mutation scheint sich die Corona-Lage im Kreis Gütersloh etwas zu entspannen. Der Inzidenzwert für den Kreis sinkt am Dienstag (19. Januar) auf 108,5 ab. Die Todesfälle steigen jedoch um vier und liegen nun bei insgesamt 203 seit Beginn der Pandemie.

Doch trotz der bundesweit fallenden Infektionszahlen, haben Angela Merkel und die Länder-Chefs für ihr Treffen am 19. Januar bereits eine Verschärfung der bereits geltenden Coronavirus-Regeln angekündigt, die sich auch auf den Kreis Gütersloh auswirken . Auch weitere Maßnahmen sollen auf dem vorgezogenen Corona-Gipfel durchgesetzt werden. Ob dazu auch die bereits in Bayern geltende Pflicht für FFP2-Masken zählt, wird sich zeigen. Alle Infos zu den FFP2-Masken finden Sie in unserer Übersicht. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

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