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Drei Fälle

Offenbar erste Omikron-Fälle im Kreis Steinfurt entdeckt

Kreis Steinfurt

Mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" wurde die neue Coronavirus-Variante Omikron bei drei Personen im Kreis Steinfurt nachgewiesen.

Von Lea Wolfram

Im Kreis Steinfurt sind offenbar erste Omikron-Fälle aufgetaucht. (Symbolbild) Foto: Jens Kalaene/dpa

Offenbar hat Omikron bereits das Münsterland erreicht: Im Kreis Steinfurt sollen gleich drei Infektionen mit der neuartigen Coronavirus-Variante entdeckt worden sein. Darüber berichtet der dortige Krisenstab in einer Mitteilung.

Zwar warte der Kreis Steinfurt derzeit noch auf die weiteren Bestätigungsuntersuchungen durch ein Labor. Dass es sich bei den drei Verdachtsfällen aber um Infektionen mit Omikron handele, davon sei zum jetzigen Zeitpunkt auszugehen: „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei den Neuinfektionen um die Omikron-Variante“, teilte Corona-Stabsstellenleiter Dr. Karlheinz Fuchs in der Pressemeldung mit.

Erste Omikron-Fälle im Kreis Steinfurt entdeckt: Infizierte befinden sich in Quarantäne

Das endgültige Ergebnis der Vollgenom-Sequenzierung werde erst in etwa zwei Wochen erwartet, berichtet der Kreis Steinfurt weiter. Die Betroffenen befänden sich derzeit in Isolation und alle bekannten Kontaktpersonen seien "konsequent und priorisiert nachverfolgt" worden.

Bei den Verdachtsfällen im Kreis Steinfürt handelt es sich nicht um die ersten in Nordrhein-Westfalen. Zuvor sind vermutlich bereits in Essen, Rees (Kreis Kleve) und Düsseldorf erste Omikron-Infektionen entdeckt worden. Zudem gibt es Verdachtsfälle in München, Hessen und Sachsen. Letzterer weist jedoch keinen Bezug zu einer Südafrika-Reise auf. Ergänzung: Mittlerweile wurde auch im Kreis Warendorf der erste Omikron-Fall bestätigt.

Omikron – was wissen wir über die neuartige Coronavirus-Variante?

Entdeckt wurde Omikron von Wissenschaftlern in Südafrika: Nachdem es dort zu einem plötzlichen Anstieg bei den Neuinfektionen gekommen war, wurde die Variante des Coronavirus durch Gen-Sequenzierungen in Proben von Infizierten von Mitte November nachgewiesen. Offiziell dokumentiert ist die Variante B.1.1.529 seit dem 23. November.

Neben Südafrika kamen auch zunächst im Nachbarstaat Botswana Infektionsfälle mit Omikron auf, sowie bei zwei Reiserückkehrern in Hong Kong. Mittlerweile soll die Virusvariante auch in Australien und den USA angekommen sein. In Europa gibt es Verdachtsfälle in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Tschechien, Dänemark, England, Schottland, Nordirland und Italien.

Viel können Wissenschaftler noch nicht mit Sicherheit über die neue Variante sagen. Fest steht, dass Omikron eine sehr hohe Anzahl an Mutationen aufweist. Einige davon könnten das Virus ansteckender machen, andere könnten dazu führen, dass die Impfstoffe nicht mehr so gut wirken.

Ersten Erkenntnissen zufolge ist die Variante außerdem aus keiner der bisher zirkulierenden Coronavirus-Varianten, zum Beispiel Beta oder Delta, entstanden, wie unter anderem Professor Richard Neher, Bioinformatiker der Uni Basel, im Gespräch mit dem Deutschlandfunk sagte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Omikron als "besorgniserregend" ein. Vermutlich ist die Variante deutlich ansteckender als die in aktuell in Deutschland vorherrschende Variante Delta.

Über die Schwere des Krankheitsverlaufs gibt es derzeit noch keine verlässlichen Aussagen. Erste Auswertungen des Infektionsgeschehens in Südafrika zeigen, dass in Südafrika immer mehr mit Omikron infizierte Kleinkinder in Krankenhäusern landen, wie unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Andere Meldungen deuten hingegen darauf hin, dass die Krankheitsverläufe der Infizierten eher mild verlaufen. Doch für wirklich verlässliche Aussagen darüber, was eine Infektion mit Omikron für Folgen für die Betroffenen haben kann, ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh.

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