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Ampel-Fraktionen beraten

Verschärfte Corona-Regeln drohen: Homeoffice-Pflicht, 3G am Arbeitsplatz und mehr

Berlin

Die vierte Corona-Welle hat Deutschland fest im Griff. Nun drohen schärfere Maßnahmen: Eine Homeoffice-Pflicht sowie 3G am Arbeitsplatz sind im Gespräch.

Von  Dario Teschner

Immer Corona-Patienten landen auf der Intensivstation (Symbolbild). Foto: Fabian Strauch/dpa/Illustration

Die Corona-Lage in Deutschland ist derzeit alarmierend. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet täglich neue Rekorde bei Inzidenz und Infektionszahlen und die Intensivstationen füllen sich immer weiter.

Um die schwierige Situation in den Griff zu bekommen, möchte die Bundesregierung unter anderem die Homeoffice-Pflicht wieder einführen. Doch diese Maßnahme allein wird wohl nicht reichen, um die vierte Welle zu brechen. Weitere Corona-Regeln und damit auch Einschränkungen könnten kommen.

Homeoffice-Pflicht und 3G: Strengere Corona-Regeln am Arbeitsplatz geplant

SPD, Grüne und FDP beraten offenbar über die Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) habe den Ampel-Parteien einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Beratung vorgelegt, wie ein Ministeriumssprecher gegenüber der "Bild am Sonntag" erklärt haben soll. Das Konzept sehe vor, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern anbieten müssen, Büroarbeit oder ähnliche Tätigkeiten von zu Hause ausführen zu können. 

Bereits von Januar bis Juni 2021 galt für Betriebe in Deutschland eine Homeoffice-Pflicht. Die Maßnahmen wurden im April dieses Jahres sogar noch einmal verschärft. Arbeitnehmer sind seither gesetzlich dazu verpflichtet, ein Homeoffice-Angebot auch anzunehmen. Sowohl für den Chef als auch für Angestellte gibt es jedoch Ausnahmefälle, weshalb die Homeoffice-Pflicht in Deutschland in der Vergangeheit immer wieder umgangen wurde. Auch eine 3G-Pflicht am Arbeitsplatz sieht der Gesetzesentwurf vor. Wer nicht geimpft oder genesen sei, brauche demnach täglich einen negativen Corona-Test. 

Corona-Regeln: Arbeitnehmer sollen Impfstatus offenlegen

Seit Samstag (13. November) kann sich in Deutschland wieder jede Person einmal in der Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Doch nur ein negatives Testergebnis allein könnte bald nicht mehr ausreichen. Arbeitnehmer sollen dazu verpflichtet werden, bei Betreten ihrer Arbeitsstelle zukünftig ihren Impfstatus offenzulegen und der Arbeitgeber soll ein entsprechendes Auskunftsrecht erhalten.

Auch in anderen Ländern sind die Corona-Zahlen zuletzt stark gestiegen. Österreich hat deshalb einen Lockdown für Ungeimpfte beschlossen. Die Niederlande befindet sich hingegen in einem Teil-Lockdown, um wieder Herr der Lage zu werden. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verzichtet aktuell noch auf solche Maßnahmen und setzt auf eine neue Regel. 

2G-plus für Freizeit-Veranstaltungen soll kommen

Der CDU-Politiker präsentierte das sogenannte Modell "2G-plus", das in Zukunft den Zutritt zu Veranstaltungen regeln soll. Ungeimpfte würden dadurch weiter eingeschränkt werden, aber auch Geimpfte und Genesene müssten sich wieder auf das Coronavirus testen lassen, um Zugang zu Freizeitaktivitäten zu erhalten. Schon beim kommenden Bund-Länder-Treffen am Donnerstag (18. November) könnte die neue Schutzmaßnahme beschlossen werden.

Die amtierende Bundesregierung plant darüber hinaus eine tägliche Test-Pflicht in Alten- und Pflegeheimen. Eine grundsätzliche Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, wie etwa das Pflegepersonal, wird derzeit unter den Ampel-Parteien diskutiert. Auch ein 3G-Modell bei der Benutzung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs ist denkbar, um die Corona-Zahlen in den Griff zu bekommen. Der Bundestag soll am Donnerstag über das angepasste Infektionsschutzgesetz, die Aufhebung der epidemischen Lage und weiteren Gesetzentwürfen entscheiden. 

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