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Änderung bei Tests

Corona-Regeln: Anpassung der Schutzverordnung in NRW – das gilt an Karneval

NRW

Die Landesregierung hat die Schutzverordnung überarbeitet und sich auf neue Corona-Regeln verständigt. Doch wie sehen die Maßnahmen an Karneval aus?

Von Dario Teschner

Auch an Karneval 2021 müssen sich die Menschen in NRW an die geltenden Corona-Regeln halten (Symbolbild). Foto: Oliver Berg/dpa (Bildmontage: hallo24.de)

Um das Coronavirus zu bekämpfen und die Infektionszahlen so gering wie möglich zu halten, gelten in Deutschland bereits seit anderthalb Jahren Corona-Regeln. Für einen längeren Zeitraum entschieden sich Bund und Länder in den Lockdown zu gehen. Das Maßnahmenpaket führte dazu, dass der Alltag der Menschen in NRW größtenteils lahmgelegt wurde.

Mit den Impfungen kehrte ein Stück Normalität zurück. Die Corona-Maßnahmen wurden mit der Einführung der 3G-Regelung und der zunehmenden Impfbereitschaft stark vereinfacht. Doch seit ein paar Wochen infizieren sich wieder viele Menschen mit dem Coronavirus, unter ihnen auch einige geimpfte Personen. Kurz vor Karneval entschied sich NRW nun dazu, die Corona-Schutzverordnung zu überarbeiten. 

Corona-Regeln: Anpassung der Schutzverordnung in NRW kommt noch vor Karneval

Nur noch neun Seiten umfasst die Corona-Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen. Zur Erinnerung: Die Fassung vom Juni 2021 bestand noch aus 37 Seiten. Ab dem 10. November, also kurz vor dem Beginn der Karnevalszeit, gelten in Deutschlands bevölkerungsreichsten Bundesland neue Corona-Regeln. Folgende Änderungen erwartet die Menschen: 

  • Personen, die weder geimpft noch genesen sind, müssen einen negativen Corona-Schnelltest oder PCR-Test vorlegen können, der maximal 24 Stunden (bisher waren es 48 Stunden) alt sein darf. Ohne diesen wird die Teilnahme beispielsweise an Freizeitaktivitäten untersagt. Dazu zählen zum Beispiel Besuche in Restaurants oder Kneipen. Viele Betreiber verlangen sogar 2G.
  • Für Karnevalsveranstaltungen in Innenräumen gilt die "3Gplus-Regelung". Diese wird auch in den meisten Clubs und Diskotheken angewendet. Personen, die daran teilnehmen möchten und weder geimpft noch genesen sind, müssen einen höchstens sechs Stunden alten Schnelltest oder einen höchstens 24 Stunden zurückliegenden PCR-Test vorweisen. Eine Maskenpflicht beim Tanzen, Singen und Schunkeln besteht nicht. 
  • Menschen, die vollständig geimpft oder genesen sind, sind in NRW derzeit von der Testpflicht befreit.

In Nordrhein-Westfalen ist die 2G-Regelung noch nicht umgesetzt worden. Dennoch sehen einige Städte und Kommunen angesichts der steigen Corona-Zahlen dringenden Handlungsbedarf. Münster will die 2G-Regel einführen und auch Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen strebt die 2G-Regel im Freizeitbereich ein. Die hier beschriebenen Schutzmaßnahmen gelten jedoch derzeit in NRW. 

Corona-Regeln: In diesen Bereichen gilt die 3G-Regel in NRW

In vielen Bereichen gilt in NRW seit August dieses Jahres die 3G-Regel. Bei ihrer Einführung war diese Maßnahme noch an den Inzidenzwert 35 geknüpft worden. Doch inzwischen wurde dieser Wert gestrichen - einige Städte und Kommunen haben schon seit mehreren Wochen mit viel höheren Corona-Zahlen zu kämpfen.

Es wurde beschlossen, dass sich das Maß der Corona-Regeln nicht mehr nur an der 7-Tage-Inzidenz orientieren soll. Die sogenannte 3G-Regel in NRW wurde eingeführt. 3G bedeutet: Geimpft, genesen oder getestet (Test darf nicht älter als 24 Stunden sein). Die Regelung gilt unter anderem für: 

  • Pflegeheime
  • Krankenhäuser
  • besondere Wohnformen (zum Beispiel Eingliederungshilfe oder Flüchtlingsunterkunft)
  • Großveranstaltungen wie Messen und Kongressen in Innenräumen
  • Sport in Innenräumen
  • Innengastronomie
  • körpernahe Dienstleistungen (mit Ausnahme von medizinischen oder pflegerischen Dienstleistungen)
  • Beherbergung (beispielsweise in Hotels)
  • Großveranstaltungen im Freien (mit mehr als 2.500 Personen)
  • Busreisen (Testpflicht für nicht immunisierte Personen bei Anreise und erneut nach jeweils weiteren vier Tagen)
  • Kinder- und Jugend sowie Familienerholungsfahrten von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe (Testpflicht für nicht immunisierte Personen bei Anreise und erneut nach jeweils weiteren vier Tagen; hier ist ein gemeinsamer beaufsichtigter Selbsttest möglich).

Auf Hochzeiten oder privaten Feiern sowie in Diskotheken und Clubs gilt zudem eine Besonderheit der 3G-Regel. Die Corona-Schutzverordnung schreibt hier einen negativen PCR-Test oder einen kurzfristigen Schnelltest, der nicht älter als sechs Stunden sein darf, vor. Auch Veranstalter beispielsweise von Karnevalsfeiern in Innenräumen müssen diese Corona-Regeln umsetzen. 

Ein Arzt in NRW macht einen Abstrich für einen Corona-Test (Symbolbild). Foto: Britta Pedersen/dpa

Corona-Regeln in NRW: Wo gilt Maskenpflicht?

Im Sommer 2021 hat die NRW-Landesregierung die Maskenpflicht gelockert. In einigen Bereichen muss jedoch noch ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob man geimpft, genesen oder getestet ist. An folgenden Orten ist das Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske oder FFP2-Maske) Pflicht:

  • Öffentlicher Personennahverkehr
  • Handel (u.a. Supermärkte, Modegeschäfte) 
  • Innenräumen mit Publikumsverkehr (z.B. Kino und Theater) 
  • Veranstaltungen und Feiern in geschlossenen Räumen

Es gibt dazu jedoch Ausnahmen, die in § 3 (2) der Corona-Schutzverordnung aufgelistet sind. Eine Maskenpflicht im Freien gibt es in NRW nicht mehr. Dennoch gibt es die Empfehlung sich weiterhin auch in Warteschlangen und anderen großen Menschenansammlungen mit dem Tragen einer Mund-Nasenbedeckung zu schützen. Auch in den Schulen in NRW wurde die Maskenpflicht abgeschafft

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