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Bewohner erwartet Anzeigen

Mann bekämpft Wespennest mit Gasbrenner – Dachstuhl in Flammen

Delbrück

Ein 50-Jähriger hielt es für eine gute Idee, mit einem Gasbrenner gegen ein Wespennest vorzugehen. Jetzt liegen ihm gleich mehrere Anzeigen vor.

Wespen stehen unter Schutz und dürfen nicht ohne Weiteres bekämpft werden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Auf der Mühlensenner Straße in Delbrück brannte am Mittwoch (3. August) das Dach eines Hauses. Zuvor war ein 50-Jähriger mit einem Gasbrenner gegen ein Wespennest vorgegangen – ganz im Stile der Netflix-Serie "Man vs. Bee".

Gegen 17.15 Uhr versuchte der Hausbewohner das Nest mit einem Unkraut-Gasbrenner zu beseitigen. "Dabei fingen das Dämmmaterial und Dachlatten Feuer", berichtet die Paderborner Polizei. Während die Feuerwehren aus Ostenland und Delbrück anrückten, gelang es einem 58-Jährigen den Brand mit einem Gartenschlauch zu löschen.

Delbrücker erwartet nun mehrere Anzeigen

Die beiden Beteiligten wurden vor Ort von Rettungssanitätern betreut. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere Hundert Euro. Für den 50-Jährigen hat die Aktion jedoch noch ein Nachspiel. Er muss sich nicht nur für den ausgelösten Brand in Delbrück verantworten, sondern bekommt noch eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz, da Wespen unter allgemeinem Schutz stehen.

Das Umweltbundesamt betont auf seiner Homepage, dass einige Wespenarten auf der Roten Liste stehen und daher besonders geschützt seien. Frei nistende Arten sowie in Erdhöhlen nistende Rote Wespen seien für den Menschen harmlos. "Aufgrund der übertriebenen Ängste werden häufig Nester vernichtet, auch wenn es sich um friedliche oder sogar geschützte Arten handelt", heißt es. Durch das Bundesnaturschutzgesetz sind generell alle Tiere vor Zerstörung der Nester, Belästigung und Tötung geschützt. Wespen dürfen nur bei "Vorliegen vernünftiger Gründe" bekämpft werden. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Umweltbundesamtes.

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