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Mordkommission ermittelt

Tödliches Drama in Amsterdam – Mutter aus NRW fährt mit drei Kindern in Kanal

In Amsterdam starb am Wochenende eine Frau aus Gronau (Kreis Borken), nachdem ihr Auto in eine Gracht gefahren war. Auch ihre drei Kinder waren an Bord.

Von Sven Haverkamp

Gronau/Amsterdam – Wie die Polizei Borken und die Staatsanwaltschaft Münster mitteilen, wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag (21. Februar) eine tote Frau aus einer Gracht in Amsterdam geborgen. Ersten Ermittlungen zufolge war die 47-Jährige mit ihren Kindern (8, 11 und 13) in den Niederlanden unterwegs.

StadtGronau
Einwohner48.321
BundeslandNRW

Frau aus Gronau (Kreis Borken) stirbt in Amsterdam: Kinder überleben

Das Auto, in dem die Mutter aus Gronau mit den drei Kindern saß, fuhr aus noch unbekannten Gründen gegen 2 Uhr morgens nahe einer Schiffswerft in eine Gracht in Amsterdam. Die drei Kinder konnten sich noch aus dem sinkenden Fahrzeug befreien und ans Ufer retten. Taucher, Boote und Hubschrauber suchten bis in den Sonntagabend hinein nach der Mutter. In einem Seitenarm des Ij-Gewässers wurde dann schliesslich der Leichnam der Frau gefunden.

Laut den Ermittlern der Mordkommission aus Münster gab es erste Hinweise darauf, dass die Frau aus Gronau suizidgefährdet war. Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt erklärt dazu: „Durch erste Ermittlungen im privaten Umfeld der Familie haben sich Hinweise darauf ergeben, dass die 47-Jährige möglicherweise sich selbst töten wollte.“

Tote Frau aus Gronau in Amsterdamer Gracht entdeckt: Wollte sie ihre Kinder umbringen?

Die große Frage, vor der die Mordkommission nun steht, ist, ob es sich tatsächlich um einen geplanten Suizid* seitens der Mutter aus Gronau gehandelt hat. Die Ermittlungen konzentrieren sich zurzeit vor allem darauf, ob die Frau bereit war, ihre drei Kinder mit in den Tod zu nehmen.

Sollte dem so gewesen sein, ist der Plan der 47-Jährigen aus Gronau im Münsterland nicht aufgegangen. „Die Kinder sind körperlich unverletzt und werden durch die niederländischen Behörden betreut,“ sagt Oberstaatsanwalt Botzenhardt.

*Hinweis der Redaktion: Der Pressekodex sieht vor, dass über Suizide oder Suizidversuche aufgrund möglicher Nachahmer zurückhaltend berichtet wird. Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen und die Schilderung näherer Begleitumstände. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800/1 11 01 11 oder 0800/1 11 02 22 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten. Ergänzend können Sie das Angebot der Krisenhilfe Münster (0251/51 90 05) in Anspruch nehmen und dort bis zu zehn kostenlose persönliche Beratungstermine vereinbaren.

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