1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Region
  4. >
  5. Jens Spahn: Millionen Impfdosen fehlen – Krisensitzung einberufen

  6. >

Kampf gegen Corona

Fehlen Deutschland Millionen Impfdosen? Jens Spahn beruft Krisensitzung ein

Der Impfstart in Deutschland begann bereits holprig – jetzt droht die nächste Panne im Kampf gegen das Coronavirus. Gesundheitsminister Jens Spahn ist bereits alarmiert.

Von Sohrab Dabir

Der Bundesgesundheitsminister musste sich in den vergangenen Tagen bereits einige Kritik aus der Politik anhören. Der Impfstart in Deutschland verlief nicht optimal. In seiner jüngsten Regierungserklärung gab Jens Spahn einige Fehler zu – verteidigte zeitgleich den Kurs der Regierung aber auch. Jetzt droht jedoch neuer Ärger.

Wie verschiedene Medien berichten, soll der US-Konzern Pfizer, der den Coronavirus-Impfstoff nach Deutschland liefert, Europa vor Lieferkürzungen gewarnt haben. „Die vorübergehende Kürzung wird alle europäischen Länder betreffen“, hieß es dazu seitens des staatlichen Gesundheitsinstituts in Oslo, nachdem die norwegischen Behörden über den Lieferengpass informiert worden waren. Jetzt reagiert CDU-Politiker Jens Spahn auf den Vorfall.

PersonJens Spahn
AmtBundesgesundheitsminister
GeburtsortAhaus (Kreis Borken)

Fehlen Millionen Impfosen? Jens Spahn reagiert

Knapp 2,6 Millionen Impfdosen von Pfizer sollen Deutschland fehlen. Jens Spahn berief daher am heutigen Freitag (15. Januar) eine kurzfristige Krisensitzung mit den Gesundheitsministern der Bundesländer ein. Darin sollen sich die Minister über das weitere Vorgehen beraten.

Doch wie kam es zu dem Lieferengpass bei Pfizer, der den im Münsterland geborenen Jens Spahn nun erneut in Bedrängnis bringt? Wie das norwegische Institut für öffentliche Gesundheit mitteilt, seien Umstrukturierungen im US-Konzern, der den Impfstoff mit dem Unternehmen Biontech aus Mainz gemeinsam hergestellt hat, verantwortlich. Die stünden im Zusammenhang mit geplanten Kapazitätserweiterungen in der Impfstoff-Produktion.

Jens Spahn reagiert auf Kritik zu Impfungen in Deutschland

Derweil war der Bundesgesundheitsminister am Donnerstag (14. Januar) beim ZDF-Talk von Maybrit Illner zu Gast. Dort musste Jens Spahn erneut Stellung zur Kritik an der Impfstrategie der Regierung beziehen. „Es ist nicht zu wenig Impfstoff bestellt worden“, stellte er klar. Dass in Ländern wie Großbritannien und den USA früher geimpft wurde als in Deutschland, habe an den dort durchgesetzten Notzulassungen gelegen.

Dagegen habe man sich in Deutschland jedoch bewusst entschieden, um nicht das Vertrauen der Bevölkerung zu verspielen. Am Tag zuvor hatte sich Jens Spahn bereits den Fragen von Sandra Maischberger gestellt und sich dort auch zum Thema Impfpflicht geäßuert.

Startseite