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  5. Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Raesfeld fand die Polizei nicht nur eine Cannabis-Plantage, sondern auch Revolver und Schreckschusswaffe

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Polizei durchsucht Wohnung in Raesfeld

Fette Beute: Sie suchten nach Cannabis, fanden aber wesentlich mehr

Ein anonymer Hinweis gab ihnen den Tipp: Zwei Raesfelder sollen Cannabis auf ihrem Dachboden anbauen. Als die Polizei am Mittwoch (16. Mai) zur Durchsuchung anrückte, fanden die Beamten aber noch mehr als Drogen.

Von Lisa Fraszewski

Die Ermittler stießen auf eine technisch aufwendig betriebene, größtenteils abgeerntete Cannabis-Plantage. Foto: Kreispolizeibehörde Borken

Raesfeld - Die beiden Wohnungsinhaber waren bestens ausgestattet, denn die Ermittler stießen auf eine technisch aufwendig betriebene, größtenteils abgeerntete Cannabis-Plantage: Pflanzkabinen, Beleuchtung, Bewässerung sowie Be- und Entlüftung sorgten für das muntere Gedeihen der Pflanzen. Den nötigen Strom zur Versorgung der Plantage hatten die zwei ebenfalls illegal abgezapft. Doch nun hat es sich für den 44-jährigen Raesfelder und die 47 Jahre alte Raesfelderin ausgezüchtet.

Nachdem das Amtsgericht Münster dem Durchsuchungsbeschluss der Polizei stattgegeben hatte, stürmten die Polizisten die Wohnung der beiden Drogenzüchter. Dabei fanden sie 50 Pflanzen, 44 von ihnen kurz vor der Blüte. Noch dazu rund fünf Kilogramm Marihuana - bereits verkaufsfertig abgepackt. Der Wert: circa 30.000 Euro. Doch das war noch nicht alles. Auch ein Kleinkaliberrevolver und eine Schreckschusswaffe, sowie einen Schlagring, ein Springmesser und eine Armbrust wurden gefunden.

Verkauftsfertige Marihuana-Tütchen im Wert von 30.000 Euro fanden die Beamten. Foto: Kreispolizeibehörde Borken

Bei dem Einsatz wurden die Wohnungsinhaber vorläufig festgenommen, ein Strafverfahren wurde im Anschluss eingeleitet. Das Amtsgericht in Borken erließ am Donnerstag (17. Mai) auf Antrag der Staatsanwaltschaft direkt Untersuchungshaftbefehle gegen beide Beschuldigte.

Zudem stand kürzlich ein 39-Jähriger vor Gericht: Der Mann aus Greven soll eine Cannabis-Plantage betrieben haben. Er leugnete dies zwar – doch die 17.000 Euro hohe Stromrechnung ließ anderes vermuten.

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