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Neue Tragepflicht

FFP2, KN95 oder OP-Maske: Was sind die Unterschiede?

Bis mindestens Mitte Februar gelten die neuen Regeln, die beim Corona-Gipfel beschlossen wurden. Dazu zählt auch eine FFP2-Maskenpflicht. Wir haben alle Infos zu dem gefragten Mundschutz und zu den Alternativen.

Von Stefanie Masuch

Beim Corona-Gipfel am 19. Januar wurde beschlossen, dass ab sofort Stoffmasken in einigen Lebensbereichen nicht mehr zum Schutz vor der Pandemie reichen. Stattdessen müssen in Deutschland beim Einkaufen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln jetzt FFP2-Masken oder medizinische Masken getragen werden. Wir haben die Unterschiede zusammengefasst.

FFP2-Masken: Schutz vor Corona auch für den Träger

FFP2-Masken sind eigentlich Staubschutzmasken. Sie bestehen aus mehreren Lagen Stoff und Papier, die eine filternde Wirkung haben. Die Masken, die ursprünglich für die Arbeit auf der Baustelle gedacht sind, können bis zu einem gewissen Grad auch den Träger vor der Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Die Fasern sind elektrostatisch aufgeladen – Bakterien und Viren bleiben daran hängen.

Die Abkürzung FFP steht für „filtering face piece“ – also filternder Gesichtsschutz. Die Ausführung des Typs 2 muss mit einer Sicherheit von 95 Prozent Viren, Bakterien und Aerosole abhalten können. Es gibt auch FFP3-Masken auf dem Markt, diese haben eine Sicherheit von 99,5 Prozent. Laut einer Studie aus China können 90 Prozent der Viren durch eine solche Gesichtsbedeckung abgehalten werden. Die Tragepflicht der FFP2-Masken wurde insbesondere im Hinblick auf neuartige Coronavirus-Mutationen beschlossen.

Kann ich die FFP2-Maske wiederverwenden?

FFP2-Masken gibt es auch mit einem Atemventil, von diesen raten Experten jedoch ab. Sie dienen zwar dem Selbstschutz des Trägers – doch da seine Atemluft größtenteils ungefiltert ausströmen kann, sind Menschen in seiner Umgebung nicht geschützt. Die Masken ohne Ventil schützen jedoch alle Beteiligten vor einer Tröpfcheninfektion wie dem Coronavirus.

Die FFP2-Masken können unter bestimmten Umständen mehrmals eingesetzt werden. Dazu braucht der Träger mindestens sieben Masken – eine für jeden Wochentag. Nach fünf Gebrauchszyklen, also fünf Wochen, müssen sie ausgewechselt werden. Wie man die FFP2-Maske reinigt und wie man sie wiederverwenden kann, erfahren Sie bei msl24.de.

Wie trage ich die FFP2-Maske richtig?

Wichtig ist auch das korrekte Tragen der FFP2-Maske. Sie muss komplett eng anliegen und dicht sein, damit die Luft gefiltert wird. Sobald irgendwo eine Lücke ist, weil die Maske nicht aufliegt, gefährdet das die Filterleistung. Das ist ein Problem für viele Männer: Sie können die FFP2 nur dann tragen, wenn sie frisch rasiert sind. Der Bartwuchs würde das korrekte Filtern ansonsten verhindern.

Die Masken sind im Vergleich zu den einfacheren OP-Masken, die nach den neuen Regeln ebenfalls erlaubt sind, teuer. Im Dezember gab es deshalb bereits deutschlandweit vergünstigte FFP2-Masken in Apotheken* für bestimmte Bevölkerungsgruppen.

+++ Lesen Sie bei msl24.de auch mehr zur Coronavirus-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech und erfahren Sie mehr zu Empfehlungen, Nebenwirkungen und wer sich besser nicht impfen lassen sollte. +++

Nicht unbedingt FFP2: Auch medizinische und OP-Masken sind erlaubt

Auch medizinische oder OP-Masken sind beim Einkaufen erlaubt. Sie haben, ebenso wie die FFP2-Masken, eine Filterwirkung. Das Äußere ist zudem flüssigkeitsabweisend, sodass ein Teil der Aerosole abgehalten werden kann. Dennoch schützen solche Masken eher andere Menschen als den Träger selber.

Auch hier gibt es Unterschiede: Medizinische Masken gibt es vom Typ II und IIR. Generell filtert Typ II mehr Aerosole und Bakterien als etwa Typ I. Wichtig ist es, den Mundschutz nicht zu waschen, denn hierbei geht der Schutz verloren. Dennoch können die Masken, wie auch die FFP2, mehrmals verwendet werden. Das hatte zu Beginn der Pandemie auch das RKI empfohlen, da es sonst zu Lieferengpässen kommen könnte.

KN95 bietet ebenso viel Schutz wie FFP2-Masken

Schließlich gibt es noch Masken vom Typ KN95, die von ihrer Wirkung her das asiatische äquivalent zu den europäischen FFP2-Masken sind. Sie haben eine Filterwirkung von mindestens 94 Prozent und schützen damit ebenso vor Aerosolen, Bakterien und Viren.

Für die Wiederverwendung der KN95-Maske gilt das Gleiche wie bei FFP2: Sie ist bei korrekter Reinigung möglich. Eine Maske sollte außerdem maximal acht Stunden am Tag getragen werden, um ausreichend Schutz vor dem Coronavirus zu bieten. Auch das Verhalten des Trägers ist von Bedeutung, da keine der Masken einen hundertprozentigen Schutz bieten. Experten warnen vor einem falschen Sicherheitsgefühl – es gilt immer noch, auf Abstand zu achten sowie die Hygiene-Regeln zu befolgen. (*owl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes)

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