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Mehrere Sichtungen in Deutschland

Giftspinne breitet sich im Münsterland aus: Wie gefährlich ist "Nosferatu"?

Immer mehr Sichtungen gibt es über die Giftspinne „Nosferatu“. Was über das Tier bekannt ist und was sein Auftreten mit dem Klimawandel zu tun hat.

Die "Nosferatu"-Spinne ist im Münsterland gesichtet worden. Foto: Mauro Rodrigues/dpa

Kaum ein Tier löst bei vielen Menschen derartige Angst aus wie die Spinne. In Deutschland sind große Giftspinnen normalerweise seltener zu finden. Seit einigen Tagen breitet sich jedoch eine besondere Art hierzulande aus – auch im Münsterland.

Zuerst berichtete der WDR über die Giftspinne "Nosferatu", die eine Frau in Nottuln (Kreis Coesfeld) im Gästebett ihrer Wohnung vorfand. Seitdem häufen sich die Sichtungen des Achtbeiners auch in anderen Teilen Deutschlands. Was über die Spinne bekannt ist.

Woher kommt die Nosferatu-Spinne?

Die Giftspinne "Nosferatu" lebt überwiegend in Südeuropa. Ursprünglich ist sie im Mittelmeerraum und in Nordafrika zu Hause. 

Ist die Giftspinne "Nosferatu" gefährlich?

Die schlechte Nachricht: Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) mitteilt, ist die Giftspinne "Nosferatu" tatsächlich giftig. Die gute Nachricht: Sie beißt jedoch nur, wenn sie sich in die Ecke gedrängt fühlt und benötigt besonders dünne Hautpartien, um ihr Gift injizieren zu können. "Der Biss soll vom Schmerz her zwischen Mückenstich und leichterem Wespenstich liegen, nach zwei Tagen sind eventuelle Schwellungen abgeklungen, also alles in allem harmlos", gibt NABU-Geschäftsführer Sönke Hofmann Entwarnung.

Wieso breitet sich "Nosferatu" derzeit in Deutschland aus?

Steigende Temperaturen locken viele Insekten und andere Tierarten in warme Regionen und können zum Teil auch gefährliche Krankheiten mitbringen. Der Klimawandel ist laut Experten somit auch verantwortlich dafür, dass sich gefährliche und giftige Insektenarten wie die Giftspinne "Nosferatu" mittlerweile auch in Deutschland ausbreiten. Der milde Winter hilft den Tieren zudem, hier zu überleben und sich anschließend fortzupflanzen.

Einen Weg zu uns findet die Giftspinne unter anderem über Autobahnen. Sie krabbelt in Automotoren und fährt dann mit. Die Spinne, die in Nottuln gefunden wurde, könnte möglicherweise aus Slowenien „eingereist“ sein. Dort hatten sich zuvor Nachbarn der unfreiwilligen Spinnen-Besitzerin aufgehalten.

Ich habe eine Nosferatu-Spinne in meiner Wohnung. Was soll ich tun?

Sollten Sie die Giftspinne in ihrer Wohnung sichten, versuchen sie unter keinen Umständen, sie mit bloßen Händen einzufangen. Nehmen Sie ein Glas und legen Sie es auf die Spinne. Schließen Sie das Glas anschließend mit einem Stück Pappe und bringen Sie die Spinne dann nach draußen. Das Tier könnte sich bedroht fühlen, sollten Sie versuchen, es mit der Hand zu fangen, und unter Umständen zubeißen. Zudem sollten Sie die Spinne nicht töten.

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