1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Region
  4. >
  5. Ibbenbüren: Tierbaby in Mülltüte gesteckt und am Straßenrand entsorgt

  6. >

Vorfall in Ibbenbüren

Grausiger Fund: Tierbaby in Mülltüte gesteckt und am Straßenrand entsorgt

Beim Gassi gehen mit ihrem Hund entdeckte eine Frau in Ibbenbüren eine Mülltüte mit einem toten Tierbaby. Doch es ist so jung, dass nicht klar ist, um welches Tier es sich handelt.

Von Lea Sarah Wolfram

Eine Frau aus Ibbenbüren entdeckte ein totes Tierbaby. Die Fotos gingen viral. Foto: privat

Ibbenbüren – "Da würden mir jetzt alle möglichen Schimpfwörter einfallen..." Maria S.* ist einen Tag nach dem Fund noch immer erzürnt und fassungslos. Als sie am Mittwoch (17. April) mit ihrem Hund spazieren geht, entdeckt sie eine auffällige Mülltüte am Straßenrand. Als sich Maria näher heranwagt, macht sie eine grausige Entdeckung.

Furchtbarer Fund in Ibbenbüren: Unbekannte entsorgen Tierbaby am Straßenrand

In der Mülltüte liegt ein totes Tierbaby. Ganz klein, zusammengekrümmt. Es hat noch kein richtiges Fell, so jung ist es. Im Kopf unter dem linken Ohr klafft ein großes Loch. Die durchsichtige Tüte, in der es liegt, ist bereits geöffnet, daneben liegt ein Ast. Wahrscheinlich hat schon jemand vor Maria das kleine Geschöpf gefunden und mit dem Ast die Tüte geöffnet, dann aber liegen gelassen, vermutet die Hundehalterin. Daneben liegt ein achtlos weggeworfenes Bonbon-Papier.

Maria nimmt das Tier in ihre Hände. Es hat kleine schwarze Ohren, ist weiß, am Unterleib hat es schwarze Punkte und eine kleine Rute. Es könnte sich um einen Hundewelpen handeln, glaubt die Ibbenbürenerin. Sie nimmt das kleine Wesen mit sich. Später begräbt sie es dann im Wald.

Nahe der Gravenhorster Straße in Ibbenbüren-Schierloh fand Maria das tote Tierbaby. Foto: Google Maps Screenshot

Tierbaby in Ibbenbüren in Mülltüte gestopft – Fotos landen im Netz

Maria machte Fotos von der Tierleiche und postete sie noch am selben Abend bei Facebook. Warum? "Es soll jeder mitbekommen", sagt sie gegenüber msl24.de. "Vielleicht sieht es ja der Täter und denkt sich 'Das war ich'. Vielleicht denkt er dann ja doch anders darüber nach, was er getan hat", lautet die Hoffnung der Hundehalterin.

"Bitte teilen!!! Dieser kleine Welpe lag gerade an der Gravenhorster Straße / Schierloh /Ibbenbüren... in eine Tüte gewickelt... fassungslos", schreibt Maria auf Facebook. Auch andere sind bestürzt ob der drastischen Bilder des toten Tieres und kommentieren den Post der Ibbenbürenerin. Sie benachrichtigt auch Tierschützer über die Leiche. Viele vermuten, dass es sich dabei nicht um einen Welpen, sondern um ein Kaninchen handelt.

Auf Nachfrage von msl24.de vermutet eine Tierärztin, dass auf den Fotos ein totes Kaninchen zu sehen ist – vor allem wegen der Schnauze. Doch die Rute am Unterleib deutet eher auf einen Welpen hin. Da das kleine Tier nun aber bereits seine letzte Ruhestätte gefunden hat, bleibt diese Frage wohl ungeklärt – genau wie die Frage, woran das Tier letztlich starb, und ob es bereits tot war, bevor es in die Plastiktüte kam.

Aufruf bei Facebook: Tat aus Ibbenbüren soll nicht ohne Folgen bleiben

Maria zeigt sich im Gespräch mit msl24.de bestürzt über die grausame Tat. Und ob es nun ein Kaninchen oder Hundewelpe war, spielt für sie eher eine untergeordnete Rolle: "Egal ob Ameise, Kaninchen oder Hund, so etwas tut man nicht", sagt sie bestimmt. "Kein Tier hat so etwas verdient."

Vielleicht findet sich über Facebook ein Zeuge, der Hinweise zum Täter geben kann, sagt Maria. Die Tierfreundin weiß zwar, wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Schuldige gefasst wird. Doch sie hofft trotzdem, dass die grausame Tat nicht einfach ohne Folgen bleibt.

Warnung: Im Folgenden sehen Sie die Fotos des toten Tierbabies, das in Ibbenbüren aufgefunden wurde. Die Darstellungen könnten möglicherweise von einigen Lesern als drastisch empfunden werden.

Die Frau entdeckte das tote Tier an der Grevener Straße in Ibbenbüren. Foto: privat

Auf dem unteren Bild ist klar die Rute am Unterleib des Tieres zu erkennen.

Die Schnauze deutet auf ein Kaninchen hin, der Schwanz, auch Rute genannt, auf einen Hund. Foto: privat

Ein ähnlicher Vorfall spielte sich vor wenigen Wochen im Kreis Borken ab: Tierschützer fanden in Gronau eine totgeprügelte Katze in einer Mülltüte. Die Täter hatten das Tier einfach vor Müllcontainern abgelegt. Außerdem sorgte ein brutaler Fall ebenfalls aus dem Kreis Borken für Aufsehen: Auf einem Hof bei Rhede prügelte ein Angestellter mit einer Peitsche auf ein Pferd ein – so lange, bis das Tier bewusstlos liegen blieb. Msl24 hat sich nach dem Wohlbefinden des Tieres informiert. Auf der A30 bei Ibbenbüren ereignete sich kürzlich ein schwerer Unfall. Ein Rettungshubschrauber landete auf der Autobahn.

*Name von der Redaktion geändert.

Startseite
ANZEIGE