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Mordermittlungen

Tödlicher Messerangriff in Greven: Richter erlässt Haftbefehl gegen 25-Jährigen

Greven

Bei einem Messerangriff in einer Unterkunft in Greven ist ein Mann getötet worden, ein weiterer wurde schwer verletzt. Gegen einen 25-jährigen Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen.

Ein 35-Jähriger ist bei einem Messerangriff in Greven ums Leben gekommen (Symbolbild). Foto: Patrick Seeger/dpa

Update: 6. Juli, 11.40 Uhr. Polizei und Staatsanwaltschaft berichten am Dienstag (6. Juli), dass gegen den 25-jährigen Tatverdächtigen am Montagnachmittag (5. Juni) ein Haftbefehl wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erlassen wurde. Der Beschuldigte befindet sich jetzt in Untersuchungshaft. Nach dem tödlichen Messerangriff in Greven war er bereits festgenommen worden.

Greven: Leiche in Münster obduziert

Update: 5. Juli, 15.45 Uhr. Bei einer Messerattacke in Greven ist am Sonntag (5. Juli) ein 35-jähriger Bewohner einer kommunalen Unterkunft getötet worden. Ein weiterer Mann (43) erlitt schwere Verletzungen. Am Tag darauf wurde die Leiche an der Uniklinik Münster obduziert.

"Ursächlich für den Tod waren zahlreiche Messerstiche in den Oberköper und Hals des 35-Jährigen", teilte Oberstaatsanwältin Barbara Vogelsang zum Ergebnis mit. Ersten Ermittlungen der Mordkommission zufolge soll es zwischen dem Tatverdächtigen und dem 43-Jährigen, einem Bewohner der Unterkunft in Greven, zu einem Streit gekommen sein. 

Der 35-Jährige habe den Streit schlichten wollen und sei daraufhin vom Beschuldigten mit dem Messer attackiert worden. Dabei erlitt der Mann tödliche Verletzungen. "Warum die beiden Männer in Streit gerieten, ist weiter unklar", erklärte Kriminalhauptkommissar Dirk Bommert. Die Mordkommission in Münster ermittelt weiterhin in alle Richtungen, jedoch gebe es noch keinerlei Hinweise dafür, dass die Tat in Greven politisch motiviert gewesen sei, heißt es weiter.

Gegen den 25-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft Münster beim zuständigen Amtsgericht Haftbefehl wegen Totschlags beantragt. Der 43-Jährige, der bei dem Vorfall in Greven schwer verletzt worden war, wird noch weiter im Krankenhaus behandelt, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr.

Greven: Polizei und Staatsanwaltschaft informieren über Tötungsdelikt

Erstmeldung: 5. Juli, 7.50 Uhr. Die Polizeibehörden in Greven und Münster ermitteln derzeit in einem Tötungsdelikt, das sich am Sonntagabend (4. Juli) in der Unterkunft für Geflüchtete, Asylsuchende und Obdachlose an der Straße Wentruper Mark ereignet hat. Gegen 21.17 Uhr wurde laut gemeinsamer Pressemeldung der Ermittler und der Staatsanwaltschaft in Münster die Polizei Greven darüber informiert, dass in der Kommunalen Einrichtung ein Messerangriff verübt worden sei.

Wie Zeugen berichteten, habe ein zunächst unbekannter Mann einen 35-Jährigen aus Aserbaidschan sowie einen 43-jährigen Deutschen mit einem Messer angegriffen. Danach habe er die Flucht ergriffen. Der Mann aus Aserbaidschan starb noch vor Ort, der 43-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Tödlicher Messerangriff in Greven: 25-Jähriger festgenommen

"Die Polizei suchte die Umgebung mit einem Hubschrauber nach dem mutmaßlichen Täter ab und fand ihn versteckt in einem angrenzenden Feld", erklärte Kriminalhauptkommissar Dirk Bommert.  "Der 25-jährige Afghane ließ sich durch die Beamten widerstandslos festnehmen." Unter der Leitung von Bommert wurde zur Klärung des Falls eine Mordkommission eingesetzt. 

Die Ermittlungen zum möglichen Motiv des Täters dauern weiter an. Laut Polizei gibt es Zeugenaussagen darüber, "dass der 25-Jährige kurz vor dem Angriff die Äußerung 'Allahu Akbar' gerufen haben soll."

"Die Ermittlungsbehörden gehen allen Hinweisen nach, um die Hintergründe der Tat zu klären", sagte Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang zu den Ermittlungen in Greven. "Der mutmaßliche Täter ist im Jahr 2015 nach Deutschland eingereist, seit Januar 2018 lebt er in dieser Einrichtung. Möglicherweise stand er zum Zeitpunkt der Tat unter Alkohol- und Drogeneinfluss."

Auch in Münster wurde nach einer Messerattacke eine Mordkommission eingerichtet. Im Juni 2021 wurde ein 20-Jähriger nachts am Aasee mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.

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