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  5. Gütersloh: Inter-Clubchef in U-Haft – ist er Kopf einer Drogenbande?

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Ermittlungserfolg

Clubchef des FC Inter Gütersloh offenbar Kopf einer Drogenbande

Gütersloh

Der Vereinschef des FC Inter Gütersloh soll der Kopf einer Drogenhändler-Bande sein. Weil er Marihuana und Kokain aus einem Jugendclub heraus verkauft haben soll, sitzt er nun in U-Haft.

Von  Dario Teschner

Den Ermittlern der Polizei Gütersloh ist offenbar der Kopf einer Drogenhändler-Bande in Netz gegangen (Symbolbild). Foto: Boris Roessler/dpa

Schwere Vorwürfe erheben Polizei und Staatsanwaltschaft gegen einen 26-jährigen Mann. Der Beschuldigte sitzt derzeit in der JVA-Brackwede in Untersuchungshaft, weil er zusammen mit Komplizen Marihuana und Kokain aus einem Gütersloher Jugendclub heraus verkauft haben soll. Es wird vermutet, dass der Tatverdächtige, bei dem es sich um den Vorsitzenden und Präsidenten des Fußballvereins FC Inter Gütersloh handeln soll, der Kopf einer Drogenhändler-Bande ist. 

Des Weiteren sind nach Polizeiangaben Strafverfahren gegen eine Vielzahl von Abnehmern eingeleitet worden. Wegen des Verkaufs von Drogen in großen Stil ermittelt die Polizei auch gegen einen 21- und einen 26-jährigen Gütersloher. Bei den Männern wurde neben Marihuana, Kokain und Amphetaminen auch ein fünfstelliger Geldbetrag gefunden.

Polizei Gütersloh beschäftigt zwei große Drogendelikte

Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Bielefeld ermitteln die Beamten der Kreispolizeibehörde Gütersloh wegen zwei größerer Drogendelikte. Im April wurde ein 43-jähriger Mann aus Litauen im Zuge des ersten Betäubungsmittelverfahrens verhaftet. Die polizeilichen Untersuchungen ergaben, dass er einen Dealer aus Gütersloh mit Drogen versorgt hatte. 

"Bei dem Mann wurden Heroin und Kokain sichergestellt. Der Litauer ohne festen Wohnsitz in Deutschland wurde unterdessen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt", wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag (5. Oktober) hervorgeht. Die Fahnder ermitteln in einem weiteren Verfahren gegen eine mutmaßliche Drogenbande, die Marihuana und Kokain aus einem Gütersloher Jugendclub heraus verkauft haben soll. Bei dem Drogenboss handelt es sich höchstwahrscheinlich um den in U-Haft sitzenden Chef des Kreisligisten FC Inter Gütersloh.

Gütersloh: Verband leitet Sportstrafverfahren ein

Beim FC Inter Gütersloh rückt das sportliche Geschehen auf dem Platz aufgrund der jüngsten Ereignisse immer weiter in den Hintergrund. Am 19. September war ein Kreisligaspiel gegen den SC Gütersloh II ausgeartet, als FC-Spieler auf den gegnerischen Torwart losgegangen waren. Seither kommt der Verein nicht mehr zur Ruhe.

Der SC Gütersloh hatte die Vorfälle im Nachgang schwer verurteilt und dem FC Inter Gütersloh vorgeworfen, nichts für die Aufarbeitung des Falls zu tun. Der Fußballverband hat nun ein Sportstrafverfahren eingeleitet. Einige Vereine weigern sich bereits gegen den FC Inter anzutreten, weil sie weitere Auseinandersetzungen befürchten. Daher sind die Kreisliga C-Spiele des Klubs erstmal bis zum 18. Oktober abgesetzt.

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