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Kündigung wegen Tierquälerei: Veterinäre gehen vor Gericht

Gütersloh

Weil sie bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück Ferkel gequält haben sollen, wurden zwei Tierärzte entlassen. Nun klagen sie gegen den Kreis Gütersloh.

Zwei Tierärzte sollen bei Tönnies Ferkel gequält haben (Symbolbild). Foto: pixabay

Zwei Tierärzte waren vom Kreis Gütersloh bei Tönnies eingesetzt worden, um dort die Schlachtungen zu überwachen. Während dieses Einsatzes wurden in einem Wartestall mehrere Ferkel geboren, was nicht vorkommen sollte, da der Transport von trächtigen Tieren europaweit verboten ist.

Passiert es dennoch, müssen die Ferkel schmerzfrei getötet werden, was in diesem Fall den Tod in einer Gaskammer bedeutet. Die beiden Tierärzte gingen jedoch anders vor.

Ferkel ertränkt: Kreis Gütersloh entlässt Tierärzte

Einer der Tierärzte soll jedoch einen Tönnies-Mitarbeiter aufgefordert haben, einen Eimer Wasser zu holen. Darin sollte er mindestens drei der Ferkel ertränken. Der Mann holte zwar das Wasser, weigerte sich jedoch, die Tiere zu ertränken. Daraufhin soll der Veterinär es selbst getan haben, ohne, dass sein Kollege eingriff.

Die Tötung, ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzrecht und somit Tierquälerei, soll etwa zwei Minuten gedauert haben. Ein Handyvideo zeigt die Tat. Tönnies meldete den Fall an den Kreis Gütersloh, der die beiden Tierärzte sofort entließ. Am Donnerstag (24. November) wollen die Männer vor dem Arbeitsgericht in Bielefeld gegen diese Entscheidung vorgehen, wie unter anderem der WDR berichtet. 

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