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Likör und Schnaps aus dem Münsterland

Hebt die Gläser: Trinken auf regionale Art

Als Absacker nach dem Essen oder Stimmungsheber auf Partys: Jägermeister, Ramazotti und Sambuca kennt jeder. Aber wie wär's mal mit einer regionalen Variante?

Von Stefanie Masuch

Ganz so groß ist die Auswahl der Spirituosen aus dem Münsterland vielleicht nicht, aber ganz bestimmt lecker. Foto: Pexels

Münsterland – Stilvoll genießen kann man natürlich auch mit den üblichen Supermarktprodukten. Aber Spirituosen aus der eigenen Region schmecken doch gleich noch ein bisschen mehr nach Heimat.

Beckschulte (Münster)

Helle oder dunkle Schokolade? Oder doch lieber was Fruchtiges? In der Beckschulte Spirituosenmanufaktur werden nur natürliche Zutaten aus der Region genutzt, wofür der Betrieb 2017 mit dem Münsterland-Siegel ausgezeichnet wurde. Die Kernprodukte, wie die Schokoladen- und Frucht-Liköre, beispielsweise mit Maracuja oder Haselnuss, gibt's auch in den lokalen Supermärkte zu kaufen. Außerdem hat die Manufaktur ihren eigenen Gin und Vodka im Angebot.

Der Betrieb besteht seit 2015 in Roxel. Thomas Beckschulte hat das Unternehmen auf dem alten Leuvering-Gelände aufgebaut. Nach dem Umzug im Frühling 2018 ist die Manufaktur allerdings in Havixbeck heimisch.

Schulze Niehoff (Dülmen)

Seit über 195 Jahren brennt der Familienbetrieb aus Dülmen Spirituosen. Früher wurde das Getreide auf dem Schulzenhof Niehoff selbst angebaut und gemahlen. Es dauerte nicht lange, bis die Erzeugnisse auch mit Früchten und Kräutern verfeinert wurden. Inzwischen bietet die Brennerei verschiedene Obstbrände und Liköre an, die sich etwa "Wiesen Gaudi" oder "Grüne Hölle" nennen.

Feinbrennerei Sasse (Schöppingen)

Eine Vision treibt die Feinbrennerei Sasse an: Sie wollen den Korn zum Kassenschlager an der Bar zu machen, wie es sonst nur Vodka, Whisky oder Gin sind. Ihr Klarer reift deshalb mindestens vier Jahre in alten Barrique-Fässern, in denen zuvor Cognac gelagert wurde. Und zwar so lange, dass er sich als einziger seiner Art "Very Old Superior Pale" nennen darf.

Im Münsterland ist die Brennerei schon bekannt für ihr Lagerkorn, von dem in vielen Kneipen ein großer Behälter steht. Neben dieser Variante gibt es aber auch Variationen wie "Cigar" oder die Version "T.S. Privat", wobei es sich um 20 Jahre alten Korn aus einer von Theo Sasse persönlich angelegten Sammlung handelt.

Auch verschiedene Aufgesetzte, Obstbrände und der Aperitif Amérie stammen aus dem Hause. Das neueste Produkt ist aber der "Nju Korn", der in den drei Geschmacksrichtungen "wuchtig", "fruchtig" und "mild" daherkommt und ab diesem Sommer erhältlich ist. Interessierte können den Betrieb bei einer Führung näher kennenlernen.

Brennerei Eckmann (Drensteinfurt)

Auch im Kreis Steinfurt gibt es eine langjährige Brenntradition. Seit 1836 stellt die Kornbrennerei Eckmann Spirituosen aller Art her. Das Unternehmen bietet einige Getränke mit ungewöhnlichen Namen an, die sich auch bei längerer Betrachtung nicht erschließen: "Eckpaohl" (Kräuterlikör) und "Halitri Prnuschi" (Halitri steht für Halben Liter Trinken, aber Prnuschi bleibt unerklärt), wobei es sich um Likör mit Apfel- und Mangopüree handelt. Einige der Produkte sind sogar DLG prämiert. Die Brennerei kann auch besichtigt werden.

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