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Nach Bayern-Spiel

Zugbegleiter geschlagen und rassistisch beleidigt – Strafverfahren gegen Arminia-Fans

Herford

Im ICE von Hannover nach Bielefeld fiel eine Gruppe Arminia-Bielefeld-Fans negativ auf. Unter anderem wurde ein Zugbegleiter rassistisch beleidigt und geschlagen.

Von Sven Haverkamp

Im ICE nach Bielefeld fielen mehrere Arminia-Fans negativ auf (Symbolbild).  Foto: picture alliance/Revierfoto/dpa

Mit ihrem Verhalten warf eine elfköpfige Gruppe Arminia-Bielefeld-Anhänger kein gutes Licht auf die Fangemeinschaft. Die Fans waren am Sonntagmorgen im ICE von Hannover nach Bielefeld auf dem Heimweg vom Auswärtsspiel gegen den FC Bayern (0:1).

Im Boardbistro fiel die Gruppe negativ auf, da sie unerlaubterweise rauchte und mit Wasser herumspritzte. Als eine Wasserflasche in Richtung des Boardbistro-Leiters flog, ging dieser auf die Gruppe zu und forderte die Fans auf, sich zu benehmen. Daraufhin rastete ein Mann (34) aus.

Zugbegleiter durch Bielefeld-Fans beleidigt und geschlagen

Der aggressive und bereits polizeibekannte Mann schlug dem Zugbegleiter mit der Faust gegen den Kopf, beleidigte ihn rassistisch und drohte ihm mit dem Tod. Ein Eingreifen des Zugchefs konnte die Situation kurzzeitig entschärfen. In Herford stiegen dann alarmierte Beamte der Bundespolizei und der Polizei Herford in den ICE und nahmen sich der Gruppe an. 

Die Polizei nahm die Personalien der Arminia-Fans auf und bewachte sie für den Rest der Fahrt bis zum Bahnhof in Bielefeld. Mittlerweile wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung gegen den Angreifer eingeleitet.

Bielefeld: Weiteres Strafverfahren gegen Arminia-Fan

Am Bahnhof in Bielefeld angekommen drohte ein weiterer Arminia-Fan dem Bistroleiter beim Aussteigen mit dem Tod. Zunächst war nicht klar, von wem diese Drohung kam. Eine spätere Auswertung des Videomaterials entlarvte jedoch einen 23-Jährigen, gegen den nun ebenfalls ein Strafverfahren wegen Bedrohung läuft. 

Hinzu kommt noch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz gegen einen 20-Jährigen aus der Gruppe, der sich strikt weigerte, im Zug eine Maske zu tragen. Vernünftigere Arminia-Bielefeld-Fans brachten hingegen eine ganz besosondere Botschaft mit in den Freistaat Bayern, dessen Corona-Impfquote (66,7 Prozent, Stand: 29. November) betreffend:

Nach Verhalten im ICE: Arminia spricht Hausverbot gegen Problemfans aus

DSC-Vereinspräsident Rainer Schütte gab bereits ein Statement zu dem Vorfall ab, in dem er deutlich machte, dass diese Gruppe schon öfter negativ aufgefallen sei und nun ein klares Hausverbot ausgesprochen worden sei. Auf der Jahreshauptversammlung von Arminia Bielefeld fand er klare Worte:

DSC-Präsident Rainer Schütte
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