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Nach Party Ende Juli

Zweiter Gast aus Herforder "X" mit Corona infiziert – nun droht saftige Strafe

Herford

Knapp 1200 Menschen feierten Ende Juli in Herford in der Diskothek "X". Nun wurde ein weiterer Coronafall eines Gastes bekannt, der seinen Besuch zu leugnen versuchte.

Von Sohrab Dabir

Unter den 1200 Besuchern im Herforder "X" Ende Juli gab es im Nachhinein zwei bestätigte Corona-Fälle (Symbolbild). Foto: Franziska Kraufmann/dpa

1200 Menschen aus dem Kreis Herford mussten sich kürzlich einem Corona-Test unterziehen. Grund: Nach einem Diskobesuch im "X" am 23. Juli gab es unter den Gästen einen positiven Corona-Fall. Nun kam ein weiterer hinzu. 

Wie der Kreis Herford am Mittwoch (4. August) bekanntgab, handelt es sich dabei um eine Person, die am Tag vor dem Besuch im "X" aus dem Urlaub zurückgekehrt war. Vor dem Einlass in die Diskothek konnte die Person noch einen negativen Schnelltest vorweisen.

Herford: Gast leugnet Besuch im "X" mehrmals

Als der Diskobesucher/die Diskobesucherin für den Arbeitgeber am vergangenen Sonntag (1. August) einen weiteren Corona-Test nachweisen musste, fiel der entsprechende PCR-Test positiv aus. Mitarbeiter des Kreises Herford nahmen daraufhin telefonisch Kontakt zu der Person auf, die zunächst den Besuch im "X" am 23. Juli leugnete. 

"Im Nachgang des Gesprächs wurde bei einer Überprüfung jedoch festgestellt, dass der Name des Reiserückkehrers auf der Teilnehmerliste des „X“ stand", berichtet die Herforder Kreisverwaltung. Die infizierte Person aus Ostwestfalen wurde anschließend nochmals kontaktiert und auf die dem Gesundheitsamt vorliegende Teilnehmerliste angesprochen. Erneut leugnete der Gast die Anwesenheit in der Disko, gab bei genauerer Nachfrage jedoch schließlich zu, am besagten Abend dort gewesen zu sein.

Corona-Fall nach Diskobesuch in Herford: Hohes Bußgeld droht

Der Kreis Herford prüft nun ordnungsbehördliche Maßnahmen gegen die Person, die in einem solchen Fall gesetzlich dazu verpflichtet ist, bei der Mitwirkung an den Ermittlungen des Gesundheitsamtes wahrheitsgemäße Angaben zu machen. "Unvollständige oder nicht wahrheitsgemäße Angaben gegenüber dem Gesundheitsamt im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung können mit einem Bußgeld von bis zu 2500 Euro geahndet werden", heißt es seitens der Kreisverwaltung.

Neben dem zweiten infizierten "X"-Besucher mussten nun auch zwei enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt werden. Nachdem der erste positive Fall eines Diskobesuchers aus Herford bekannt worden war, wurden die Diskobesucher per SMS, E-Mail sowie telefonisch kontaktiert und dazu aufgerufen, einen Corona-Test durchzuführen. 

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